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		<title><![CDATA[Lost the plot - M-N-O]]></title>
		<link>https://www.losttheplot.de/</link>
		<description><![CDATA[Lost the plot - https://www.losttheplot.de]]></description>
		<pubDate>Wed, 15 Apr 2026 18:04:26 +0000</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[Mortimer Haycock]]></title>
			<link>https://www.losttheplot.de/showthread.php?tid=2597</link>
			<pubDate>Sat, 18 Oct 2025 12:28:47 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.losttheplot.de/member.php?action=profile&uid=552">Mortimer Haycock</a>]]></dc:creator>
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			<description><![CDATA[<div class="p1 stecki">
  <div class="p2">Mortimer Haycock</div>
  <div class="p3">
    all filler no killer</div>
  <div class="ph1">
    <div class="ph2">
      <div class="p9" style="margin-top: 55px">„</div>
      <div class="p10" style="text-transform: none; margin-top: 15px; width: 65%;">Well, nevermind, we are ugly<br />
but we have the music.</div>
    </div>
   <div style="display: flex; justify-content: space-between; width: 100%;"><img src="https://i.ibb.co/prrC0gvj/Morts-01.gif" style="width: 165px; height: 210px; object-fit: cover;"><img src="https://i.ibb.co/7NRXTzy8/Morts-04.gif" style="width: 165px; height: 210px; object-fit: cover;"><img src="https://i.ibb.co/jvhMmfhb/Morts-03.gif" style="width: 165px; height: 210px; object-fit: cover;"></div></div>
  </div>
  <div class="p4">
    <table>
      <tr>
        <td class="p6">
          <div class="feldu" style="width: 150px; margin-left: 5px;">Effi</div>
          <div class="feldb2"><span class="bvpr">Alter // </span>33 Jahre</div>
          <div class="feldb2"><span class="bvpr">Job // </span>Musiker</div>
          <div class="feldb2"><span class="bvpr">Pizza // </span>Chorizo</div>
          <div class="feldb2"><span class="bvpr">Ava // </span>Lakeith Stanfield</div>
        </td>
        <td>
          <div class="p7">
          <div style="line-height: 14px"><i>All filler, no killer</i> könnte man dein Leben humoristisch zusammenfassen. Das Gegenteil von dem, wonach du musikalisch, beruflich und emotional strebst. Aber du bist einfach nicht der Typ, der du gerne wärst: Frontmann einer geilen Band mit einem Million-Dollar-Deal in der Tasche, erfolgreicher Beat-Produzent für Koryphäen der Musik-Branche, alleinstehend ohne Verpflichtungen, Freunde in deinem Umkreis, die dich vergöttern. Man schreibt deinen Namen nicht auf meterhohe Billboards, niemand dreht sich auf der Straße nach dir um, und wenn du mit deinen Bandmates nach einem Gig am Merch-Stand chillst, dann wirst du nur für halb so oft angequatscht wie Vocalist Zahi. Wenn du ganz ehrlich mit dir selber bist, dann bist du eher so Mittelmaß: Mittelmäßig erfolgreich, mittelmäßig ripped, mittelmäßiger Rizz. Aber Mittelmaß passt nicht in dein Konzept von dir selber, deshalb entscheidest du dich stattdessen für Größenwahn. </div>
          </div>
        </td>
      </tr>
    </table>
    <div class="p8">Wusstest du, dass Morts…?</div>
<div style="width: 95%; margin:auto;">» …mal aus einem Club geflogen ist, weil er sich mit einem Tamburin geprügelt hat?<br />
» …ein Tattoo auf dem Oberschenkel hat, das einfach nur <b>LOUDER</b> in Großbuchstaben sagt (gestochen im betrunkenen Selbstmotivationsanfall)?<br />
» …eine Spotify-Playlist namens <i>Songs That Should’ve Been Mine</i> pflegt, die er regelmäßig hört und sich dabei selbst bemitleidet?<br />
» …seit einem peinlichen Gig mit Magen-Darm in Sheffield vor jeder Show erstmal stresskacken muss?<br />
» …bei Interviews mit Musikmagazinen immer eine Sonnenbrille trägt (auch wenn die via Zoom stattfinden)? <br />
» …eine Obsession mit Räucherstäbchen hat und es deshalb in seiner Wohnung immer wie auf einem indischen Basar riecht?<br />
» …Rorys TikToks liked, aber nie kommentiert, weil die eigentlich richtig cringe sind?<br />
» …neben Englisch auch fließend Französisch spricht und Wolof zumindest versteht?<br />
» …technisch gesehen noch (viele) (sehr viele!) Schulden bei Steve hat, aber immer noch behauptet sie nicht zahlen zu können?<br />
» …Zahi schon zweimal fast geschlagen hätte? Beide Male im Proberaum, beide Male wegen Tempo.<br />
» …im Studio manchmal lautstark mit seinem Laptop redet (<I>"Don’t you dare crash on me, you cowardly piece of shit"</I>)?<br />
» …einen 20-Minuten-Synth-Track namens <i>Father-Figure.wav</i> gemacht hat, den niemand außer ihm selbst hören darf?<br />
» …den Begriff "Post-Punk-Industrial-Blues-Gospel-Renaissance" ernsthaft benutzt, wenn ihn jemand fragt, was für Musik seine Band macht?<br />
» …nachts um drei oft in der Küche steht, Instantnudeln schlürft und sich dabei selbst Interviewfragen stellt wie <i>"Morts, wann wusstest du, dass ein 9-to-5 Leben nichts für dich ist?"</i>?<br />
» …wirklich jeden <i>leg day</i> skippt und trotzdem pissig wird, wenn ihn jemand <i>skinny dude</i> nennt?<br />
» …zu viel Wert auf die Ästhetik seines Instagram Feeds legt?<br />
» …die Bezeichnung <i>performative political activism</i> mit Leib und Seele lebt (aber bloß nicht dafür kritisiert werden will)?<br />
» …irgendwie ein bisschen bisexuell ist, aber gar nicht wirklich weiß, ob er es <i>wirklich</i> ist oder ob das bloß zu seinem coolen Selbstbild passt?</div>
    <div class="p8">Familie</div>
<img src="https://i.ibb.co/KzF76zYL/Bildschirmfoto-2025-10-17-um-13-59-44.png" style="margin: 10px; height: 100px; width: 100px; float: left;"><b>Rory Stewart</b>, 13 Jahre alt. Deine Tochter, man. Echt wahr. Die Quintessenz aus einer dummen Entscheidung, als du gerade 20 Jahre alt warst, und etwas, das sich <i>kryptische Schwangerschaft</i> nennt. Sie lebt bei Steve, ihrer Mutter und deinem (ehemaligen) Hook-Up, die irgendwann angefangen hat, Verantwortung zu übernehmen, während du weiter Songs geschrieben hast, um nicht einmal über Verantwortung nachdenken zu müssen. Euer Verhältnis zueinander ist kompliziert, schließlich kannst du mit Kindern wirklich gar nichts anfangen. Du bist nicht der Typ für Elternabende oder Familienausflüge. Du bist der Typ, der mit Sonnenbrille und Gitarre reinschneit, zwei Stunden glänzt und dann wieder verschwindet. Wenn du in ihrem Leben auftauchst, dann wie ein unregelmäßiges Zeitungs-Abo: Mal da, mal nicht, meistens zu spät. Aber seit Rory älter ist und endlich so etwas wie Verstand entwickelt hat, kannst du zumindest ein bisschen was mit ihr anfangen. Manchmal gibst du dir sogar Mühe, so in homöopathischen Dosen. Sie checkt das. Drama gab es nie, sie hasst dich nicht (im Gegenteil), aber dass du nicht gerade den <i>Vater des Jahres</i> Preis gewinnst, ist Rory auch klar.<br />
<br />
<img src="https://i.ibb.co/CNDg7mD/Bildschirmfoto-2025-10-17-um-13-59-19.png" style="margin: 10px; height: 100px; width: 100px; float: right;"><b>Steve Stewart</b>, 29 Jahre alt. Die Mutter deiner Tochter und, obwohl du es gerne verdrängst, die Quittung für eine sehr schlechte Mischung aus Alkohol, Ego und falschem Timing. Sie damals 16 Jahre alt, du alt genug um es besser zu wissen. Aber du hast es dir mit dem Klassiker <i>"Reife ist ja keine Zahl"</i> schöngeredet und es dann hinterher mit <i>"Zu viel Alkohol"</i> verklärt. Das Schicksal hat entschieden, dass dir das ewig nachhängen wird: Als du irgendwann im Viertel gehört hast, dass Steve schwanger ist, hast du es erst für einen schlechten Witz gehalten, dann wolltest du, dass sie es <i>weg macht</i>. Dumm nur, dass man im siebten Monat kein Rückgaberecht mehr hat. <br />
Also seid ihr plötzlich aneinander gebunden. Sie war nie die große Liebe, du warst nie der große Verlust, deshalb gab es wenigstens kein Liebes-Drama, aber dafür ein Co-Parenting-Verhältnis, das man als <i>unfunktionale Katastrophe</i> beschreiben könnte. Denn das <i>Co</i> in <i>Co-Parenting</i> ist wirklich nur ein Alibi. Die Kommunikation zwischen Steve und dir läuft hauptsächlich über das heilige Dreieck aus "Rory", "Unterhalt" und "Kannst du sie am Wochenende nehmen?". Meistens kannst du nicht. Oder eher: Du willst nicht. Sie weiß das (und du weißt, dass sie das weiß), aber ihr spielt das Spiel trotzdem weiter. <br />
Zugeben kannst du es nicht, aber ganz ehrlich? Du respektierst sie. Weil sie die ganze Scheiße durchgezogen hat, während du Musik gemacht hast, um so zu tun, als ginge dich das alles nichts an. Sie ist der erwachsenere Mensch in eurer Gleichung (was jetzt keine große Leistung ist, aber immerhin eine Konstante) und irgendwie bist du ihr sogar ein bisschen dankbar. Nicht so dankbar, dass du es laut sagen würdest, aber so dankbar, dass du sie in Ruhe lässt. Meistens.<br />
<br />
<b>Familie Haycock</b>. Deine Mutter Fatou war das Herzstück eurer kleinen Wohnung in Oldham. Laut, herzlich, unerschütterlich. Die Art Frau, die aus jedem Problem eine Lebensweisheit macht und dabei immer riecht, als hätte sie gerade senegalesische Leibspeisen gekocht. Sie hat dich mit Musik, Geschichten und grenzenloser Geduld großgezogen, bis sie irgendwann beschlossen hat, dass sie sich selbst auch mal retten darf. Dann kam der Umzug nach Leeds, zusammen mit ihrem neuen Mann, einem Typen, der dich bis heute <i>Champ</i> nennt, egal wie alt du bist. Ihr habt noch Kontakt, sporadisch, über Sprachnachrichten, die immer mit <i>"Hey Honey"</i> anfangen und nie wirklich was Neues erzählen.<br />
Dein Vater William war das Gegenteil. Britisch, schweigsam, ungeduldig, emotional maximal im Stand-by-Modus. Ein Mann, der Konflikte durch Schweigen löste und Nähe für eine Unannehmlichkeit hielt. Irgendwann war er einfach weg. Kein Drama oder Brief, nur ein leerer Platz am Küchentisch. Du hast ihn vor ein paar Jahren wieder getroffen (auf der Beerdigung deines Großvaters) und das Gespräch war so hölzern, dass du nicht mal einen Song drüber schreiben konntest.<br />
Dann wären da noch deine Geschwister. Die Älteste, Clementine, ist das organisatorische Wunder der Familie, lebt irgendwo in Bristol, hat eine eigene Wohnung, eine eigene Meinung und vermutlich schon ihre eigene Steuerberaterin. Dein kleiner Bruder Percival, das ehemalige Familienbaby, wohnt in Glasgow, macht irgendwas mit Computern und meidet Familienchats wie du unbezahlte Rechnungen. Wenn ihr euch seht (was selten vorkommt), ist es okay. Distanziert, aber warm. So wie bei Menschen, die sich mal nah waren, aber nicht mehr wissen, wie das funktioniert.<br />
Familie ist für dich sowas wie ein altes Instrument: Du weißt, dass sie da ist, dass sie mal wichtig war, aber du hast sie lange nicht mehr richtig gestimmt. Und trotzdem: Jedes Mal, wenn du bei deiner Mutter bist und in der Küche dieser eine alte Song aus dem Radio läuft, merkst du, dass sie dein Taktgefühl geprägt hat. Nicht dein Vater, nicht die Stadt, nicht die Bühne, sondern sie. Und irgendwie (bei all dem Lärm, den du machst) ist sie der Grund, warum du nie komplett verstummst.<br />
    <div class="p8">Charakter</div>
<div style="width: 80%; margin:auto; text-align: justify">laut # kreativ # narzisstisch # verantwortungslos # unsicher # witzig # aufgedreht # chaotisch # ehrgeizig # kindisch # sensibel # nachtragend # charismatisch # ungeduldig # emotional instabil # stolz # überfordert # ruhelos # verspielt # überkompensierend # naiv # orientierungslos # exzessiv</div>
<br />
Du bist der Typ, der alles will und nichts halten kann. Der, der sich mit Sonnenbrille in Innenräumen wohler fühlt als ohne. Der jede Bühne betritt als wäre sie sein Wohnzimmer, und jedes Wohnzimmer als wäre es eine Bühne. <i>Mortimer Haycock</i> hat man dich getauft und dir damit den wohl britischsten Namen gegeben, den man sich vorstellen kann. Dass du offensichtlich einen Migrationshintergrund hast, finden andere entweder urkomisch oder richtig scheiße. Geboren wurdest du in Oldham, aber wohnst heute (natürlich) im Northern Quarter von Manchester, wo jedes zweite Café ein Vinylregal und jedes dritte Tinder-Match <i>freelance creative</i> in der Bio stehen hat. Da passt du hin. Zumindest glaubst du das. Weil du denkst, dass du es geschafft hast, sobald jemand deinen Namen kennt, auch wenn es nur der Typ vom Record Store unten an der Ecke ist.<br />
<br />
Weil du die Wahrheit nicht ertragen kannst, warst du schon immer <i>größenwahnsinnig</i>. Du redest in Superlativen, denkst in Refrains und fühlst in Feedback-Loops. Alles muss besser, lauter, geiler sein, weil du Angst hast, dass man dich sonst einfach übersieht. Du bist der Typ, der sich nachts selbst googelt und pissed ist, wenn kein neuer Artikel über dich existiert. Der glaubt, jede Enttäuschung lässt sich mit einem neuen Track, einem neuen Outfit oder einem neuen Tattoo kitten. Privat bist du chaotisch, impulsiv, manchmal charmant, meistens anstrengend. Ein halbwegs funktionierender Erwachsener, der dauernd glaubt, kurz vor dem Durchbruch zu stehen – egal ob musikalisch, emotional oder finanziell. Du kannst nicht einfach sein. Du musst immer werden. Und wenn das Leben dir keine Bühne gibt, baust du dir selbst eine, egal wie wacklig die ist. Du bist süchtig nach Bestätigung, allergisch gegen Kritik und völlig abhängig von der Energie anderer. Wenn Leute dich mögen, atmest du leichter. Wenn sie dich ignorieren, wirst du lauter. Du bist ein wandelndes Pendel zwischen Selbstliebe und Selbstverachtung, zwischen <i>"Ich bin der Beste"</i> und <i>"Kill me now"</i>.<br />
<br />
Du bist laut, bunt, energiegeladen, manchmal so überdreht, dass Leute sich fragen, ob du auf Koks bist. Bist du nicht (meistens). Du bist einfach high on Aufmerksamkeit, denn die brauchst du wie andere Menschen Schlaf. Auf der Bühne bist du ein Biest, im Studio ein pedantischer Perfektionist, Zuhause ein chaotischer Halbgott zwischen stillen Selbstzweifeln und dröhnender Selbstüberschätzung. Du bist der Typ, der seine eigenen Songs hört und sich selber Props gibt, der in der Küche Selbstgespräche führt und Interviews mit Magazinen wie <i>Rolling Stone</i> übt. Du bist stolz auf das, was du kannst, und gleichzeitig völlig überzeugt, dass es nie genug ist. Du tust so, als würdest du dich über alles hinwegsetzen, aber die Wahrheit ist: Du trägst jede verpatzte Chance, jedes abgebrochene Gespräch, jeden misslungenen Song mit dir rum, als wären es Narben auf deiner Haut. Du wärst gern Rockstar, aber in Wahrheit bist du ein Typ mit zu vielen Issues, zu wenig Schlaf und einem Kleiderschrank voller Second-Hand-Jacken. Du bist die Definition von <i>almost there</i>. Nur dass <i>almost</i> bei dir wie Lebensinhalt und Endstation zugleich klingt.<br />
    <div class="p8">Vergangenheit</div>
Deine Geschichte beginnt in Oldham, in einer dieser grauen Straßen, in denen Hoffnungen klein gehalten werden. Deine senegalesische Mutter hatte schon immer ein starkes Herz voller Wärme, eine Küche, in der es nach Liebe duftete, und Hände, die nach Shea Butter und Zigaretten rochen. Ihre Stimme hallte stets lieblich durch die kleinen Zimmer eurer Wohnung, senegalesische Folk-Songs haben in deiner Kindheit deinen Alltag bestimmt. Dein Vater war der perfekte Gegensatz: Britisch, verstockt, gefühlskalt und verschwiegen. Chronisch überfordert, latent eifersüchtig und immer auf der Flucht vor Verantwortung. Als er irgendwann verschwand, hätte der Verlust nicht schwer wiegen dürfen, tat es aber trotzdem. Denn in diesen Zwischenräumen lag deine Heimat: Zwischen Musik und Schweigen, zwischen Herz und Härte, zwischen den Regenbogenfarben deiner Mutter und dem Grau deines Vaters.<br />
<br />
Als Kind warst du viel. <i>ADHS</i>, hat dir ein Arzt mal diagnostiziert, aber diese Diagnose dann mit den Worten <i>"Das wächst sich raus"</i> direkt wieder zur Seite gefegt. Dabei war dein Kopf überfordert mit allem. Zu viele Fragen, zu viele Ideen, zu wenig Grenzen. In der Schule warst du als <i>der mit dem Trommeln</i> bekannt, denn du hast auf allem gespielt, was Lärm machte: Pulte, Fensterbänke, Mülltonnen. Musik war schon damals dein Zufluchtsort, um die Achterbahn in deinem Kopf kontrollieren zu können. Dass deine Mutter sich irgendwann neu verliebte, von Manchester nach Leeds zog, du gezwungen wurdest dein gewohntes Umfeld zu verlassen und dich in einer neuen Umgebung zurechtzufinden, hat deiner Hyperaktivität nur bedingt (gar nicht) geholfen. <br />
 Aber deine Liebe zur Musik blieb. Mit Dreizehn hattest du deine erste Band, mit Fünfzehn deinen ersten Gig, mit Sechzehn den ersten Vollrausch auf einer Bühne. Das Publikum bestand aus acht Leuten und einem Hund, aber für dich war es wie ein Auftritt im Wembley Stadion. Es war <i>dieser</i> Moment (du erinnerst dich noch genau), in dem du deine Perspektivlosigkeit plötzlich verloren und sie in große Ziele eingetauscht hast. Bis dahin war deine Jugend eine Abfolge von Lärm, Liebe und Lücken gewesen, danach blieb zwar der Lärm, aber Liebe und Lücken wurden mit Ambitionen gefüllt. Du wolltest Musiker werden. Nicht irgendeiner, sondern einer von den Großen.<br />
<br />
Nachdem du die Schule beendet hast, bist du zurück nach Oldham gezogen, in deine Hood. Dorthin, wo dein Cousin ein paar Connections zu einigen Band-Dudes hatte. In der Zeit hast du Zahi getroffen, ein anderer verlorener Typ mit zu vielen Ideen und zu wenig Disziplin. Ihr habt euch gegenseitig verstanden, weil ihr beide laut wart, beide chaotisch, beide auf der Suche nach was Echtem. Daraus wurde <i>The Nosebleeds</i>, Punk in seiner reinsten (und qualitativ grenzwertigsten) Form. Ihr habt winzige Bühnen in den hässlichsten Kellern der Stadt besetzt, euch die Seele aus dem Leib geschrieen und Gitarrensaiten gespielt, bis deine Finger bluteten, während von der Decke Schweißtropfen fiele. Adrenalin und Dopamin kickten, alles andere war egal.<br />
<br />
Hätte damals alles ziemlich geil sein können, ehrlich, aber irgendwo hast du dann doch eine falsche Kurve namens <i>Steve</i> genommen. Die kleine Schwester eines Kumpels war damals gerade sechzehn, du zwanzig. Zu alt für dumme Entscheidungen, aber jung genug, um sie trotzdem zu treffen. Betrunken rummachen, miteinander ficken, fehlende Kondome mit Hilfe des erhöhten Alkoholpegels als <i>"Wird schon nichts passieren"</i> abstempeln. Passierte aber doch, und zwar auf die ganz miese Tour: <i>Kryptische Schwangerschaft</i>, Entdeckung dieser erst im siebten Monat. Was für eine Verarsche. Aber ey, Steves Schuld. Klar. Wie kann man so dumm sein und nicht bemerken, dass man <i>schwanger</i> ist? Du bist deshalb fein raus aus dieser ganzen Sache, hast du in dem Moment entschieden. Dein Sperma, aber nicht dein Fehler. Nur leider haben dich die Erwartungshaltungen von Außen schon damals nicht völlig kalt gelassen, und als dir nicht nur Steve, sondern auch deine Mutter, deine Freunde, deine Band, deine ganze verdammte Hood immer wieder gespiegelt hat, dass du dich wie ein Wichser verhältst, bist du dann doch eingeknickt. Wenigstens fürs <i>bare minimum</i>.<br />
<br />
Ist aber auch ein bisschen Auslegungssache, dieses <i>bare minimum</i>. Für andere wären es regelmäßige Unterhaltszahlungen und Kindesbetreuung an jedem zweiten Wochenende, für dich war es <i>ein bisschen Kohle, wenns gerade passt</i> und <i>"Ich hab dieses Wochenende echt gar keine Zeit, ey"</i>. Du bist halt auch nicht gemacht für dieses Vater-Ding, Verantwortung war nie dein stärkster Beat. Dein Leben sollte aus Musik, Rausch und Ego bestehen, nicht aus Windeln, Babygeschrei und Kinderarzt-Terminen. Proberaum statt Kinderzimmer, Applaus statt Familie, Entschuldigungen statt Taten. Zwischendurch immer mal Phasen, in denen du dich genug gerafft hast, dass deine Tochter zumindest weiß, wer du bist, aber nie genug, um den Namen <i>Daddy</i> wirklich zu verdienen.<br />
<br />
Dann plötzlich Stress in der Band – als hättest du nicht schon genug Scheiße am Hals. Unterschiedliche Ambitionen, verlorene Werte, dies das. Jeder von dir sorgfältig durchdachte Plan, der nicht aufgeht, gipfelt in Konflikten und dicker Luft. Irgendwann explodiert ist und <i>The Nosebleeds</i> sind Geschichte. Stattdessen versuchst du es irgendwie alleine, baust Beats, versuchst die zu verkaufst, probierst dich als DJ, aber nichts ist vergleichbar mit dem Stage-Boost. Deshalb rafft ihr euch nach ein paar Monaten Funkstille wieder, zumindest Zahi und du, und startet nach mehreren durchzechten Nächten ein neues Projekt – <i>Pretty Hate Machine</i>. Die Rollen blieben wie vorher: Du warst der mit den Zielen und dem Drive, er der mit der Stimme. Bisschen unfair zwar (immer noch), dass <i>der mit der Stimme</i> immer im Zentrum stehst, aber du arrangierst dich. Und diesmal zieht ihr durch.<br />
<br />
Dein egomanischer Fokus auf dich selber zahlt sich aus: Menschen kennen mittlerweile den Namen deiner Band und Gigs in Großbritannien sind meistens ausverkauft. Der Name <i>Pretty Hate Machine</i> steht auf Flyern, auf T-Shirts, in den Playlisten bekannter Streamingplattformen. Nebenher produzierst du immer noch Beats, die manchmal von mittelmäßig bekannten Rappern gekauft werden. Beides bringt genug Geld rein, um okay davon Leben zu können. Du wohnst schon lange nicht mehr in Oldham, sondern im Northern Quarter, dort, wo du hin gehörst, zwischen Künstlern und Kreativen. Deine Wohnung liegt über einer Bar, zu laut zum Schlafen und zu klein für Ordnung, aber da stehst du drauf. Meistens bist du eh die ganze Nacht wach, und dieses Schlachtfeld? Das ist Teil von deinem Image. Kabelsalat am Boden, halb gegessene Pizza im provisorischen Studio, leere Bierflaschen. Du trägst Second Hand Lederjacken, die du Vintage nennst, riechst nach Patchouli und kaltem Kaffee, und redest über Synthesizer als wären sie Religion. Du bist zwar noch nicht angekommen, Morts, aber du bewegst dich. Und vielleicht ist das das Einzige, was du je wirklich konntest: Weitermachen. Laut bleiben. Und hoffen, dass irgendwann jemand die richtige Melodie in deinem Chaos hört.<br />
  </div>
</div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="p1 stecki">
  <div class="p2">Mortimer Haycock</div>
  <div class="p3">
    all filler no killer</div>
  <div class="ph1">
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      <div class="p10" style="text-transform: none; margin-top: 15px; width: 65%;">Well, nevermind, we are ugly<br />
but we have the music.</div>
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   <div style="display: flex; justify-content: space-between; width: 100%;"><img src="https://i.ibb.co/prrC0gvj/Morts-01.gif" style="width: 165px; height: 210px; object-fit: cover;"><img src="https://i.ibb.co/7NRXTzy8/Morts-04.gif" style="width: 165px; height: 210px; object-fit: cover;"><img src="https://i.ibb.co/jvhMmfhb/Morts-03.gif" style="width: 165px; height: 210px; object-fit: cover;"></div></div>
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      <tr>
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          </div>
        </td>
      </tr>
    </table>
    <div class="p8">Wusstest du, dass Morts…?</div>
<div style="width: 95%; margin:auto;">» …mal aus einem Club geflogen ist, weil er sich mit einem Tamburin geprügelt hat?<br />
» …ein Tattoo auf dem Oberschenkel hat, das einfach nur <b>LOUDER</b> in Großbuchstaben sagt (gestochen im betrunkenen Selbstmotivationsanfall)?<br />
» …eine Spotify-Playlist namens <i>Songs That Should’ve Been Mine</i> pflegt, die er regelmäßig hört und sich dabei selbst bemitleidet?<br />
» …seit einem peinlichen Gig mit Magen-Darm in Sheffield vor jeder Show erstmal stresskacken muss?<br />
» …bei Interviews mit Musikmagazinen immer eine Sonnenbrille trägt (auch wenn die via Zoom stattfinden)? <br />
» …eine Obsession mit Räucherstäbchen hat und es deshalb in seiner Wohnung immer wie auf einem indischen Basar riecht?<br />
» …Rorys TikToks liked, aber nie kommentiert, weil die eigentlich richtig cringe sind?<br />
» …neben Englisch auch fließend Französisch spricht und Wolof zumindest versteht?<br />
» …technisch gesehen noch (viele) (sehr viele!) Schulden bei Steve hat, aber immer noch behauptet sie nicht zahlen zu können?<br />
» …Zahi schon zweimal fast geschlagen hätte? Beide Male im Proberaum, beide Male wegen Tempo.<br />
» …im Studio manchmal lautstark mit seinem Laptop redet (<I>"Don’t you dare crash on me, you cowardly piece of shit"</I>)?<br />
» …einen 20-Minuten-Synth-Track namens <i>Father-Figure.wav</i> gemacht hat, den niemand außer ihm selbst hören darf?<br />
» …den Begriff "Post-Punk-Industrial-Blues-Gospel-Renaissance" ernsthaft benutzt, wenn ihn jemand fragt, was für Musik seine Band macht?<br />
» …nachts um drei oft in der Küche steht, Instantnudeln schlürft und sich dabei selbst Interviewfragen stellt wie <i>"Morts, wann wusstest du, dass ein 9-to-5 Leben nichts für dich ist?"</i>?<br />
» …wirklich jeden <i>leg day</i> skippt und trotzdem pissig wird, wenn ihn jemand <i>skinny dude</i> nennt?<br />
» …zu viel Wert auf die Ästhetik seines Instagram Feeds legt?<br />
» …die Bezeichnung <i>performative political activism</i> mit Leib und Seele lebt (aber bloß nicht dafür kritisiert werden will)?<br />
» …irgendwie ein bisschen bisexuell ist, aber gar nicht wirklich weiß, ob er es <i>wirklich</i> ist oder ob das bloß zu seinem coolen Selbstbild passt?</div>
    <div class="p8">Familie</div>
<img src="https://i.ibb.co/KzF76zYL/Bildschirmfoto-2025-10-17-um-13-59-44.png" style="margin: 10px; height: 100px; width: 100px; float: left;"><b>Rory Stewart</b>, 13 Jahre alt. Deine Tochter, man. Echt wahr. Die Quintessenz aus einer dummen Entscheidung, als du gerade 20 Jahre alt warst, und etwas, das sich <i>kryptische Schwangerschaft</i> nennt. Sie lebt bei Steve, ihrer Mutter und deinem (ehemaligen) Hook-Up, die irgendwann angefangen hat, Verantwortung zu übernehmen, während du weiter Songs geschrieben hast, um nicht einmal über Verantwortung nachdenken zu müssen. Euer Verhältnis zueinander ist kompliziert, schließlich kannst du mit Kindern wirklich gar nichts anfangen. Du bist nicht der Typ für Elternabende oder Familienausflüge. Du bist der Typ, der mit Sonnenbrille und Gitarre reinschneit, zwei Stunden glänzt und dann wieder verschwindet. Wenn du in ihrem Leben auftauchst, dann wie ein unregelmäßiges Zeitungs-Abo: Mal da, mal nicht, meistens zu spät. Aber seit Rory älter ist und endlich so etwas wie Verstand entwickelt hat, kannst du zumindest ein bisschen was mit ihr anfangen. Manchmal gibst du dir sogar Mühe, so in homöopathischen Dosen. Sie checkt das. Drama gab es nie, sie hasst dich nicht (im Gegenteil), aber dass du nicht gerade den <i>Vater des Jahres</i> Preis gewinnst, ist Rory auch klar.<br />
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<img src="https://i.ibb.co/CNDg7mD/Bildschirmfoto-2025-10-17-um-13-59-19.png" style="margin: 10px; height: 100px; width: 100px; float: right;"><b>Steve Stewart</b>, 29 Jahre alt. Die Mutter deiner Tochter und, obwohl du es gerne verdrängst, die Quittung für eine sehr schlechte Mischung aus Alkohol, Ego und falschem Timing. Sie damals 16 Jahre alt, du alt genug um es besser zu wissen. Aber du hast es dir mit dem Klassiker <i>"Reife ist ja keine Zahl"</i> schöngeredet und es dann hinterher mit <i>"Zu viel Alkohol"</i> verklärt. Das Schicksal hat entschieden, dass dir das ewig nachhängen wird: Als du irgendwann im Viertel gehört hast, dass Steve schwanger ist, hast du es erst für einen schlechten Witz gehalten, dann wolltest du, dass sie es <i>weg macht</i>. Dumm nur, dass man im siebten Monat kein Rückgaberecht mehr hat. <br />
Also seid ihr plötzlich aneinander gebunden. Sie war nie die große Liebe, du warst nie der große Verlust, deshalb gab es wenigstens kein Liebes-Drama, aber dafür ein Co-Parenting-Verhältnis, das man als <i>unfunktionale Katastrophe</i> beschreiben könnte. Denn das <i>Co</i> in <i>Co-Parenting</i> ist wirklich nur ein Alibi. Die Kommunikation zwischen Steve und dir läuft hauptsächlich über das heilige Dreieck aus "Rory", "Unterhalt" und "Kannst du sie am Wochenende nehmen?". Meistens kannst du nicht. Oder eher: Du willst nicht. Sie weiß das (und du weißt, dass sie das weiß), aber ihr spielt das Spiel trotzdem weiter. <br />
Zugeben kannst du es nicht, aber ganz ehrlich? Du respektierst sie. Weil sie die ganze Scheiße durchgezogen hat, während du Musik gemacht hast, um so zu tun, als ginge dich das alles nichts an. Sie ist der erwachsenere Mensch in eurer Gleichung (was jetzt keine große Leistung ist, aber immerhin eine Konstante) und irgendwie bist du ihr sogar ein bisschen dankbar. Nicht so dankbar, dass du es laut sagen würdest, aber so dankbar, dass du sie in Ruhe lässt. Meistens.<br />
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<b>Familie Haycock</b>. Deine Mutter Fatou war das Herzstück eurer kleinen Wohnung in Oldham. Laut, herzlich, unerschütterlich. Die Art Frau, die aus jedem Problem eine Lebensweisheit macht und dabei immer riecht, als hätte sie gerade senegalesische Leibspeisen gekocht. Sie hat dich mit Musik, Geschichten und grenzenloser Geduld großgezogen, bis sie irgendwann beschlossen hat, dass sie sich selbst auch mal retten darf. Dann kam der Umzug nach Leeds, zusammen mit ihrem neuen Mann, einem Typen, der dich bis heute <i>Champ</i> nennt, egal wie alt du bist. Ihr habt noch Kontakt, sporadisch, über Sprachnachrichten, die immer mit <i>"Hey Honey"</i> anfangen und nie wirklich was Neues erzählen.<br />
Dein Vater William war das Gegenteil. Britisch, schweigsam, ungeduldig, emotional maximal im Stand-by-Modus. Ein Mann, der Konflikte durch Schweigen löste und Nähe für eine Unannehmlichkeit hielt. Irgendwann war er einfach weg. Kein Drama oder Brief, nur ein leerer Platz am Küchentisch. Du hast ihn vor ein paar Jahren wieder getroffen (auf der Beerdigung deines Großvaters) und das Gespräch war so hölzern, dass du nicht mal einen Song drüber schreiben konntest.<br />
Dann wären da noch deine Geschwister. Die Älteste, Clementine, ist das organisatorische Wunder der Familie, lebt irgendwo in Bristol, hat eine eigene Wohnung, eine eigene Meinung und vermutlich schon ihre eigene Steuerberaterin. Dein kleiner Bruder Percival, das ehemalige Familienbaby, wohnt in Glasgow, macht irgendwas mit Computern und meidet Familienchats wie du unbezahlte Rechnungen. Wenn ihr euch seht (was selten vorkommt), ist es okay. Distanziert, aber warm. So wie bei Menschen, die sich mal nah waren, aber nicht mehr wissen, wie das funktioniert.<br />
Familie ist für dich sowas wie ein altes Instrument: Du weißt, dass sie da ist, dass sie mal wichtig war, aber du hast sie lange nicht mehr richtig gestimmt. Und trotzdem: Jedes Mal, wenn du bei deiner Mutter bist und in der Küche dieser eine alte Song aus dem Radio läuft, merkst du, dass sie dein Taktgefühl geprägt hat. Nicht dein Vater, nicht die Stadt, nicht die Bühne, sondern sie. Und irgendwie (bei all dem Lärm, den du machst) ist sie der Grund, warum du nie komplett verstummst.<br />
    <div class="p8">Charakter</div>
<div style="width: 80%; margin:auto; text-align: justify">laut # kreativ # narzisstisch # verantwortungslos # unsicher # witzig # aufgedreht # chaotisch # ehrgeizig # kindisch # sensibel # nachtragend # charismatisch # ungeduldig # emotional instabil # stolz # überfordert # ruhelos # verspielt # überkompensierend # naiv # orientierungslos # exzessiv</div>
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Du bist der Typ, der alles will und nichts halten kann. Der, der sich mit Sonnenbrille in Innenräumen wohler fühlt als ohne. Der jede Bühne betritt als wäre sie sein Wohnzimmer, und jedes Wohnzimmer als wäre es eine Bühne. <i>Mortimer Haycock</i> hat man dich getauft und dir damit den wohl britischsten Namen gegeben, den man sich vorstellen kann. Dass du offensichtlich einen Migrationshintergrund hast, finden andere entweder urkomisch oder richtig scheiße. Geboren wurdest du in Oldham, aber wohnst heute (natürlich) im Northern Quarter von Manchester, wo jedes zweite Café ein Vinylregal und jedes dritte Tinder-Match <i>freelance creative</i> in der Bio stehen hat. Da passt du hin. Zumindest glaubst du das. Weil du denkst, dass du es geschafft hast, sobald jemand deinen Namen kennt, auch wenn es nur der Typ vom Record Store unten an der Ecke ist.<br />
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Weil du die Wahrheit nicht ertragen kannst, warst du schon immer <i>größenwahnsinnig</i>. Du redest in Superlativen, denkst in Refrains und fühlst in Feedback-Loops. Alles muss besser, lauter, geiler sein, weil du Angst hast, dass man dich sonst einfach übersieht. Du bist der Typ, der sich nachts selbst googelt und pissed ist, wenn kein neuer Artikel über dich existiert. Der glaubt, jede Enttäuschung lässt sich mit einem neuen Track, einem neuen Outfit oder einem neuen Tattoo kitten. Privat bist du chaotisch, impulsiv, manchmal charmant, meistens anstrengend. Ein halbwegs funktionierender Erwachsener, der dauernd glaubt, kurz vor dem Durchbruch zu stehen – egal ob musikalisch, emotional oder finanziell. Du kannst nicht einfach sein. Du musst immer werden. Und wenn das Leben dir keine Bühne gibt, baust du dir selbst eine, egal wie wacklig die ist. Du bist süchtig nach Bestätigung, allergisch gegen Kritik und völlig abhängig von der Energie anderer. Wenn Leute dich mögen, atmest du leichter. Wenn sie dich ignorieren, wirst du lauter. Du bist ein wandelndes Pendel zwischen Selbstliebe und Selbstverachtung, zwischen <i>"Ich bin der Beste"</i> und <i>"Kill me now"</i>.<br />
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Du bist laut, bunt, energiegeladen, manchmal so überdreht, dass Leute sich fragen, ob du auf Koks bist. Bist du nicht (meistens). Du bist einfach high on Aufmerksamkeit, denn die brauchst du wie andere Menschen Schlaf. Auf der Bühne bist du ein Biest, im Studio ein pedantischer Perfektionist, Zuhause ein chaotischer Halbgott zwischen stillen Selbstzweifeln und dröhnender Selbstüberschätzung. Du bist der Typ, der seine eigenen Songs hört und sich selber Props gibt, der in der Küche Selbstgespräche führt und Interviews mit Magazinen wie <i>Rolling Stone</i> übt. Du bist stolz auf das, was du kannst, und gleichzeitig völlig überzeugt, dass es nie genug ist. Du tust so, als würdest du dich über alles hinwegsetzen, aber die Wahrheit ist: Du trägst jede verpatzte Chance, jedes abgebrochene Gespräch, jeden misslungenen Song mit dir rum, als wären es Narben auf deiner Haut. Du wärst gern Rockstar, aber in Wahrheit bist du ein Typ mit zu vielen Issues, zu wenig Schlaf und einem Kleiderschrank voller Second-Hand-Jacken. Du bist die Definition von <i>almost there</i>. Nur dass <i>almost</i> bei dir wie Lebensinhalt und Endstation zugleich klingt.<br />
    <div class="p8">Vergangenheit</div>
Deine Geschichte beginnt in Oldham, in einer dieser grauen Straßen, in denen Hoffnungen klein gehalten werden. Deine senegalesische Mutter hatte schon immer ein starkes Herz voller Wärme, eine Küche, in der es nach Liebe duftete, und Hände, die nach Shea Butter und Zigaretten rochen. Ihre Stimme hallte stets lieblich durch die kleinen Zimmer eurer Wohnung, senegalesische Folk-Songs haben in deiner Kindheit deinen Alltag bestimmt. Dein Vater war der perfekte Gegensatz: Britisch, verstockt, gefühlskalt und verschwiegen. Chronisch überfordert, latent eifersüchtig und immer auf der Flucht vor Verantwortung. Als er irgendwann verschwand, hätte der Verlust nicht schwer wiegen dürfen, tat es aber trotzdem. Denn in diesen Zwischenräumen lag deine Heimat: Zwischen Musik und Schweigen, zwischen Herz und Härte, zwischen den Regenbogenfarben deiner Mutter und dem Grau deines Vaters.<br />
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Als Kind warst du viel. <i>ADHS</i>, hat dir ein Arzt mal diagnostiziert, aber diese Diagnose dann mit den Worten <i>"Das wächst sich raus"</i> direkt wieder zur Seite gefegt. Dabei war dein Kopf überfordert mit allem. Zu viele Fragen, zu viele Ideen, zu wenig Grenzen. In der Schule warst du als <i>der mit dem Trommeln</i> bekannt, denn du hast auf allem gespielt, was Lärm machte: Pulte, Fensterbänke, Mülltonnen. Musik war schon damals dein Zufluchtsort, um die Achterbahn in deinem Kopf kontrollieren zu können. Dass deine Mutter sich irgendwann neu verliebte, von Manchester nach Leeds zog, du gezwungen wurdest dein gewohntes Umfeld zu verlassen und dich in einer neuen Umgebung zurechtzufinden, hat deiner Hyperaktivität nur bedingt (gar nicht) geholfen. <br />
 Aber deine Liebe zur Musik blieb. Mit Dreizehn hattest du deine erste Band, mit Fünfzehn deinen ersten Gig, mit Sechzehn den ersten Vollrausch auf einer Bühne. Das Publikum bestand aus acht Leuten und einem Hund, aber für dich war es wie ein Auftritt im Wembley Stadion. Es war <i>dieser</i> Moment (du erinnerst dich noch genau), in dem du deine Perspektivlosigkeit plötzlich verloren und sie in große Ziele eingetauscht hast. Bis dahin war deine Jugend eine Abfolge von Lärm, Liebe und Lücken gewesen, danach blieb zwar der Lärm, aber Liebe und Lücken wurden mit Ambitionen gefüllt. Du wolltest Musiker werden. Nicht irgendeiner, sondern einer von den Großen.<br />
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Nachdem du die Schule beendet hast, bist du zurück nach Oldham gezogen, in deine Hood. Dorthin, wo dein Cousin ein paar Connections zu einigen Band-Dudes hatte. In der Zeit hast du Zahi getroffen, ein anderer verlorener Typ mit zu vielen Ideen und zu wenig Disziplin. Ihr habt euch gegenseitig verstanden, weil ihr beide laut wart, beide chaotisch, beide auf der Suche nach was Echtem. Daraus wurde <i>The Nosebleeds</i>, Punk in seiner reinsten (und qualitativ grenzwertigsten) Form. Ihr habt winzige Bühnen in den hässlichsten Kellern der Stadt besetzt, euch die Seele aus dem Leib geschrieen und Gitarrensaiten gespielt, bis deine Finger bluteten, während von der Decke Schweißtropfen fiele. Adrenalin und Dopamin kickten, alles andere war egal.<br />
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Hätte damals alles ziemlich geil sein können, ehrlich, aber irgendwo hast du dann doch eine falsche Kurve namens <i>Steve</i> genommen. Die kleine Schwester eines Kumpels war damals gerade sechzehn, du zwanzig. Zu alt für dumme Entscheidungen, aber jung genug, um sie trotzdem zu treffen. Betrunken rummachen, miteinander ficken, fehlende Kondome mit Hilfe des erhöhten Alkoholpegels als <i>"Wird schon nichts passieren"</i> abstempeln. Passierte aber doch, und zwar auf die ganz miese Tour: <i>Kryptische Schwangerschaft</i>, Entdeckung dieser erst im siebten Monat. Was für eine Verarsche. Aber ey, Steves Schuld. Klar. Wie kann man so dumm sein und nicht bemerken, dass man <i>schwanger</i> ist? Du bist deshalb fein raus aus dieser ganzen Sache, hast du in dem Moment entschieden. Dein Sperma, aber nicht dein Fehler. Nur leider haben dich die Erwartungshaltungen von Außen schon damals nicht völlig kalt gelassen, und als dir nicht nur Steve, sondern auch deine Mutter, deine Freunde, deine Band, deine ganze verdammte Hood immer wieder gespiegelt hat, dass du dich wie ein Wichser verhältst, bist du dann doch eingeknickt. Wenigstens fürs <i>bare minimum</i>.<br />
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Ist aber auch ein bisschen Auslegungssache, dieses <i>bare minimum</i>. Für andere wären es regelmäßige Unterhaltszahlungen und Kindesbetreuung an jedem zweiten Wochenende, für dich war es <i>ein bisschen Kohle, wenns gerade passt</i> und <i>"Ich hab dieses Wochenende echt gar keine Zeit, ey"</i>. Du bist halt auch nicht gemacht für dieses Vater-Ding, Verantwortung war nie dein stärkster Beat. Dein Leben sollte aus Musik, Rausch und Ego bestehen, nicht aus Windeln, Babygeschrei und Kinderarzt-Terminen. Proberaum statt Kinderzimmer, Applaus statt Familie, Entschuldigungen statt Taten. Zwischendurch immer mal Phasen, in denen du dich genug gerafft hast, dass deine Tochter zumindest weiß, wer du bist, aber nie genug, um den Namen <i>Daddy</i> wirklich zu verdienen.<br />
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Dann plötzlich Stress in der Band – als hättest du nicht schon genug Scheiße am Hals. Unterschiedliche Ambitionen, verlorene Werte, dies das. Jeder von dir sorgfältig durchdachte Plan, der nicht aufgeht, gipfelt in Konflikten und dicker Luft. Irgendwann explodiert ist und <i>The Nosebleeds</i> sind Geschichte. Stattdessen versuchst du es irgendwie alleine, baust Beats, versuchst die zu verkaufst, probierst dich als DJ, aber nichts ist vergleichbar mit dem Stage-Boost. Deshalb rafft ihr euch nach ein paar Monaten Funkstille wieder, zumindest Zahi und du, und startet nach mehreren durchzechten Nächten ein neues Projekt – <i>Pretty Hate Machine</i>. Die Rollen blieben wie vorher: Du warst der mit den Zielen und dem Drive, er der mit der Stimme. Bisschen unfair zwar (immer noch), dass <i>der mit der Stimme</i> immer im Zentrum stehst, aber du arrangierst dich. Und diesmal zieht ihr durch.<br />
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Dein egomanischer Fokus auf dich selber zahlt sich aus: Menschen kennen mittlerweile den Namen deiner Band und Gigs in Großbritannien sind meistens ausverkauft. Der Name <i>Pretty Hate Machine</i> steht auf Flyern, auf T-Shirts, in den Playlisten bekannter Streamingplattformen. Nebenher produzierst du immer noch Beats, die manchmal von mittelmäßig bekannten Rappern gekauft werden. Beides bringt genug Geld rein, um okay davon Leben zu können. Du wohnst schon lange nicht mehr in Oldham, sondern im Northern Quarter, dort, wo du hin gehörst, zwischen Künstlern und Kreativen. Deine Wohnung liegt über einer Bar, zu laut zum Schlafen und zu klein für Ordnung, aber da stehst du drauf. Meistens bist du eh die ganze Nacht wach, und dieses Schlachtfeld? Das ist Teil von deinem Image. Kabelsalat am Boden, halb gegessene Pizza im provisorischen Studio, leere Bierflaschen. Du trägst Second Hand Lederjacken, die du Vintage nennst, riechst nach Patchouli und kaltem Kaffee, und redest über Synthesizer als wären sie Religion. Du bist zwar noch nicht angekommen, Morts, aber du bewegst dich. Und vielleicht ist das das Einzige, was du je wirklich konntest: Weitermachen. Laut bleiben. Und hoffen, dass irgendwann jemand die richtige Melodie in deinem Chaos hört.<br />
  </div>
</div>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Maksym Lazarenko]]></title>
			<link>https://www.losttheplot.de/showthread.php?tid=2543</link>
			<pubDate>Tue, 08 Apr 2025 20:47:46 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.losttheplot.de/member.php?action=profile&uid=539">Maksym Lazarenko</a>]]></dc:creator>
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			<description><![CDATA[<link rel="stylesheet" href="https://site-assets.fontawesome.com/releases/v6.4.2/css/all.css">
<link rel="stylesheet" href="https://site-assets.fontawesome.com/releases/v6.4.2/css/sharp-light.css" /><div id="expedtab"><div class="frorypor"><div class="frorybor"></div><div class="pfrpcaj"><div class="pfrptt">maksym lazarenko</div><div class="pfrpsbt">27 years # Aerialist # Northern Quarter</div><div class="pfrpicon"><i class="fa-light fa-star-christmas"></i></div></div><div class="frorybor2"></div></div><div class="frorytxt"><tt>about</tt>Scheint was dran zu sein, an der Behauptung, dass Menschen weglaufen und sich dem Zirkus anschließen, wenn sie sich verstecken wollen. Vor der Welt, vor sich selbst, … Was das Weglaufen angeht, hat es Maksym jedoch nicht besonders weit geschafft. Aber der Reihe nach: Максим oder Maksym, vom lateinischen Maximus, bedeutet “der Größte“ und genauso haben ihn seine Eltern auch behandelt. Er war immer der Mittelpunkt der Aufmerksamkeit seiner Eltern und der seiner sechs Jahre älteren Schwester Alina. Selbst fand er nichts ungewöhnlich daran, dass er alles bekam, was er wollte und in allem, für das er sich als Kind phasenweise begeisterte - Astronomie, Puppentheater, Origami - bedingungslos unterstützt wurde. Anfangs galt das auch noch für das Ballett, mit dem Maksym, der früh ein außergewöhnlich gutes Körpergefühl bewies, seiner Schwester nacheiferte. Er fand darin etwas, das ihm nicht nur Spaß machte, sondern auch Fokus gab und den sonst eher schüchternen Jungen förmlich aufblühen ließ, wenn er in kleinen Aufführungen sein Können zeigen durfte. <br />
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Doch als diese <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Phase</span> über zwei Jahre anhielt, versuchte sein Vater, ihm nachdrücklicher einzureden, dass das doch “nichts für Jungs“ wäre. Um die Situation zu entspannen, suchte ihm seine Mutter eine vermeintlich “männlichere“ Beschäftigung und meldete ihn zum Turnen an. Was allerdings nur ein Ausgleich sein sollte, bestimmte bald Maksyms komplettes Leben. Er hatte Talent, Disziplin und nach wie vor viel Rückhalt und bald hatte er sogar Sponsoren. Auch ein Stipendium für ein Sportinternat hatte er in Aussicht, doch seine Eltern waren dagegen, dass er seine Heimatstadt Manchester verließ. Stattdessen nahmen sie lieber stundenlange Autofahrten zu Trainingscamps und Wettbewerben in Kauf. Heute kann Maksym sich nicht mehr daran erinnern, wann er das Tanzen aufgegeben hat, weil die Doppelbelastung zu groß wurde, aber er erinnert sich noch genau an seinen ersten Sieg bei einem Turnwettbewerb und wie stolz sein Vater auf ihn war. <br />
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Während Gleichaltrige auf Partys gingen, die erste Liebe und/oder den ersten Vollsuff erlebten und sich, wie es sich für Teenager gehörte, gegen ihre Eltern auflehnten, verbrachte Maksym jede freie Minute in der Turnhalle. Seine Freunde waren eine Zweckgemeinschaft aus Turnern und Trainern, die einander unterstützten, aber immer auch in Konkurrenz zueinander standen. Zu seinen Mitschülern hatte er nur oberflächlichen Kontakt. Schon mit vierzehn verpasste er viel Unterricht, um an internationalen Turnieren teilzunehmen und mit sechzehn verließ er die Schule, weil er sich diese unwichtige Ablenkung nicht mehr leisten konnte. Er trainierte ab diesem Zeitpunkt noch härter, um sich für die Olympischen Spiele in London zu qualifizieren und sich damit einen Traum zu erfüllen, der mit der Unterstützung seines neuen Trainers immer weiter in greifbare Nähe zu rücken schien. Bis ein routinemäßiger Dopingtest bei einem Trainingscamp positiv zurückkam und sich der Boden unter Maksym auftat. Er hatte seinem Trainer vertraut, auch mit seiner Ernährung und den leistungssteigernden Mitteln, die er für legal gehalten hatte und dafür mit seiner Karriere bezahlt. Nicht nur, dass er für Wettbewerbe gesperrt wurde und seine Sponsoren verlor, durch die mediale Aufmerksamkeit in der Turnerszene, wollte auch niemand von seinen angeblichen Freunden mehr etwas mit ihm zu tun haben. <br />
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Mit nicht ganz zweiundzwanzig Jahren glaubte Maksym vor dem Nichts zu stehen, auch deshalb, weil Liebe und Anerkennung in seinem Kopf immer untrennbar mit sportlichen Erfolgen verbunden waren. Seinen Eltern und Alina konnte er nicht mehr in die Augen sehen. Also verließ er Manchester von einem auf den anderen Tag ohne Abschied und ging nach London, auch wenn dort nur Einsamkeit auf ihn wartete und nicht das, worauf er hingearbeitet hatte. Als Mitglied der ukrainisch-griechisch-katholischen Kirche würde er vermutlich sagen, dass Gott seine Finger im Spiel gehabt haben könnte, als ihn sein Weg eines Abends in den Zirkus führte, den er sich von dem bisschen Geld, das er mit Aushilfsjobs verdiente, eigentlich nicht leisten konnte. Ein bisschen wie Jesus hatte der Mann ja ausgesehen, der ihm den Flyer in die Hand gedrückt hatte … Bis zu diesem Tag war ein Zirkus für ihn ein Zelt gewesen, in dem ein Clown zum Fremdschämen einlud und Artisten in kitschigen Kostümen ein paar lahme Kunststückchen aufführten. Einen Clown gab es zwar tatsächlich aber die Art, wie die Artisten in schwindelerregender Höhe durch die Luft flogen und ihre Körper benutzen, um sich auszudrücken, war pure Faszination. Nach der Vorstellung nahm er all seinen Mut zusammen und ging auf die Hochseilartistin zu, um seine Bewunderung auszudrücken und um es kurz zu machen: er wurde in dieser Nacht nicht nur entjungfert, sondern wachte auch mit einem neuen Job, bei dem er sein Talent nutzen konnte und einem neuen mobilen Zuhause auf. <br />
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Vier Jahre reiste Maksym mit dem Zirkus durch Europa, ließ seine Haare länger wachsen, legte sich diverse Tattoos zu und raucht mittlerweile viel zu viel. Die Hochseilartistin Sage wurde nicht nur in der Manege zu seiner festen Partnerin. Mit ihr arbeitete er eine beeindruckende Performance am Trapez aus, die zum krönenden Abschluss jeder Vorstellung wurde. Maksym hatte sofort Gefallen am Rausch der Höhe und dem Gefühl von Freiheit in der Luft gefunden und der schallende Applaus der Zuschauer machte ihm das Zirkusleben, das ihn oft überforderte, etwas leichter. Wenn ihm alles um ihn herum - wechselnde Orte, wechselnde Betten, Menschen in wechselnden Bewusstseinszuständen - zu viel wurde, zog er sich zurück und sperrte die Welt außerhalb seiner Kopfhörer einfach aus. Aber er traf auch auf Menschen, die nicht nur daran interessiert waren, was er konnte, sondern ihn vielleicht sogar ein bisschen mochten, weil er er war. Damit dass der wichtigste dieser Menschen, nämlich Sage, ihm eines Tages ohne Vorwarnung eröffnen würde, dass sie vorerst nicht mehr auftreten würde, hatte er aber genauso wenig gerechnet wie mit dem Grund dafür. Sie war schwanger, konnte Maksym aber beruhigen. Er sollte sich keine Gedanken machen, es war nicht seins. So wurde aus ihm ein trauriger Soloact mit gebrochenem Herzen.<br />
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Nach einer Straßenperformance in Birmingham, bei der er mit kleinen Tricks Werbung für die Abendvorstellung des Zirkus machen sollte, wurde er von einem seltsamen Typen angesprochen, der ein Angebot für ihn hatte. Weil der Kerl sich weder von Maksyms Beteuerung, er würde keinen Staubsauger brauchen - die nukleare Wollmausfamilie unter seinem Bett strafte ihn Lügen - noch davon, dass er schon jemanden hatte, mit dem er über Gott reden konnte, abwimmeln ließ, hörte er ihm zu. Sich abwerben zu lassen kam für ihn erst gar nicht infrage, bis er hörte dass es sich um ein permanentes Engagement in Manchester handelte, wo nicht nur seine Familie und ein renommiertes Varieté auf ihn warteten würden, sondern auch ein neuer <s>Partner</s> sehr platonischer Arbeitskollege. </div>
<center><div id="rtobreathe"><div class="rsub1">I may seem</div><div class="rsub2">fearless</div><div class="rimg" style="background-image: url('https://64.media.tumblr.com/9c7dc64ff96f0f26c7aa6ca01509dc6c/3cbbdc560b0293e3-6e/s250x400/a15f8ca528a03f41dc1d882145e91de9a46eb1ef.gifv');"></div><div class="rsub3">but I'm only brave</div><div class="rsub4">by appearance</div></div></center> <br />
<div class="frorydat"><tt>facts</tt><br />
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<div class="frorydattt">01.</div>An das Leben in der Ukraine erinnert sich Maksym kaum noch. Er kam mit vier Jahren nach England und spricht <it>fast akzentfreies Englisch</it>. Lange dachte er, sein Ukrainisch sei fließend, musste aber bei einem Urlaub in der Heimat feststellen, dass er mit seinem ‘Kinder-Ukrainisch’ Probleme hat, Gleichaltrige zu verstehen. <div class="frorydattt">02.</div>Von seinen Familienmitgliedern wird Maksym ironischerweise heute noch <it>Malyi</it> (Kleiner) genannt, obwohl er sie mit seinen 1,85 m mittlerweile alle deutlich überragt. Wenn seine Schwester ihn aufziehen will, spricht sie ihn auch mit <it>Maksyk</it>, der Verniedlichung seines Namens an. <div class="frorydattt">03.</div>Maksym <it>verträgt keinen Alkohol</it>. Während seiner aktiven Zeit als Turner war Alkohol verboten und wenn er heute trinkt, dann nur Drinks, bei denen man den Alkohol nicht schmeckt, was seine ganz eigenen Gefahren birgt. <br />
<div class="frorydattt">04.</div>Wenn er in der Stadt unterwegs ist, hat Maksym eigentlich immer eine <it>Einwegkamera</it> bei sich. Damit hält er alles fest, was ihm auffällt, am liebsten aber den Blick, den er von oben hat. <br />
<div class="frorydattt">05.</div>Vor jedem Auftritt schreibt Maksym ein <it>unsichtbares M</it> auf das Schwalbentattoo auf seinem Handrücken. Warum hat er noch niemanden erzählt, es hat aber auch noch nie jemand danach gefragt.   <br />
<div class="frorydattt">06.</div>Seit er beim Zirkus ist, hört er, wenn er allein trainiert, heimlich <it>französische Chansons</it> und behauptet, er versteht kein Wort. Beides stimmt nicht.   <br />
 <div class="frorydattt">07.</div>Auf Menschen, die ihn nicht gut kennen, kann er manchmal gleichgültig oder sogar einfältig wirken, weil es ihm schwerfällt, sich in die Gefühle anderer hineinzuversetzen und Konfron&shy;tationen gern aus dem Weg geht. Meistens <it>fühlt er aber eher zu viel als zu wenig</it> und merkt genau, was um ihn herum passiert.</div>
<div class="pfrpicon"><i class="fa-light fa-star-christmas"></i></div></div>
<style>.frorytxt st,.pfrpsbt{text-transform:uppercase}.pfrpicon i,.pfrptt{color:var(--tapolo)}#expedtab,.pfrpsbt,.pfrptt{text-align:center}.frorydattt,.pfrptt{font-family:Prosaic}#rtobreathe .rsub1,#rtobreathe .rsub2,#rtobreathe .rsub3{border-bottom:1px solid var(--tapolo)}:root{--tapolo:#f7d70599!important}#expedtab{box-sizing:border-box;margin:auto;width:540px;font-family:Tahoma;color:#fff;padding:20px 20px 60px;background:url('https://64.media.tumblr.com/d998cc368a598483c13ff85d2c5e964b/82517b5c5685d552-ad/s540x810/b2ea5801b7210278e329dc8dc3464e95b9980a85.gifv') 0 0/100% no-repeat #0a0a0a}@font-face{font-family:Prosaic;src:url("https://dl.dropboxusercontent.com/s/blz3xp1cuvv0pczc6z6tn/prosaic.ttf?rlkey=9cikgpz0iai92etaggm3s5kkv&dl=0")}@keyframes rotate{0%{transform:rotateZ(0)}100%{transform:rotateZ(360deg)}}.frorypor{margin:auto;width:100%;height:370px;display:flex;justify-content:center;align-items:center;position:relative}.pfrpcaj{width:400px;height:350px}.pfrptt{font-size:60px;margin:80px auto auto;line-height:70px}.pfrpsbt{font-size:10px;font-weight:600;margin:auto;line-height:60px}.pfrpicon{margin:auto;width:30px}.frorydat,.frorytxt{margin:90px 50px;text-align:justify;color:#d3d3d3;font-size:13px;line-height:21px}.frorybor,.frorybor2{width:200px;height:200px;position:absolute}.pfrpicon i{font-size:20px;animation:5s linear infinite rotate}.frorybor{top:20px;right:10px;border-right:3px double var(--tapolo);border-top:3px double var(--tapolo)}.frorybor2{bottom:20px;left:10px;border-left:3px double var(--tapolo);border-bottom:3px double var(--tapolo)}.frorytxt st{text-decoration:underline dotted var(--tapolo) 3px;font-weight:900;font-size:11px}.frorydat tt,.frorytxt tt{font-family:Prosaic;font-size:50px;color:var(--tapolo);text-align:center;float:left;padding:0 20px 30px 0}.frorydat{column-count:2}#rtobreathe,.frorydat it,.frorydattt{color:var(--tapolo)}.frorydattt{font-size:20px;padding:10px 0;font-weight:900;margin-top:20px}.frorydat it{font-style:italic;font-weight:600}#rtobreathe{font:9px/15px Georgia;text-transform:lowercase;letter-spacing:1px}#rtobreathe .rsub1{width:190px;position:relative;top:2px;right:-46px;text-align:right}#rtobreathe .rsub2,#rtobreathe .rsub3,#rtobreathe .rsub4{width:190px;position:relative;text-align:left}#rtobreathe .rsub2{transform:rotate(90deg);top:89px;right:-148px}#rtobreathe .rsub3{top:-87px;left:-147px;transform:rotate(-90deg)}#rtobreathe .rsub4{margin-left:-13px;margin-top:3px;border-top:1px solid var(--tapolo);left:-38px;top:-4px;padding-top:2px}#rtobreathe .rimg{width:250px;height:150px;background:center/cover;outline:1px solid var(--tapolo);outline-offset:3px</style>]]></description>
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<link rel="stylesheet" href="https://site-assets.fontawesome.com/releases/v6.4.2/css/sharp-light.css" /><div id="expedtab"><div class="frorypor"><div class="frorybor"></div><div class="pfrpcaj"><div class="pfrptt">maksym lazarenko</div><div class="pfrpsbt">27 years # Aerialist # Northern Quarter</div><div class="pfrpicon"><i class="fa-light fa-star-christmas"></i></div></div><div class="frorybor2"></div></div><div class="frorytxt"><tt>about</tt>Scheint was dran zu sein, an der Behauptung, dass Menschen weglaufen und sich dem Zirkus anschließen, wenn sie sich verstecken wollen. Vor der Welt, vor sich selbst, … Was das Weglaufen angeht, hat es Maksym jedoch nicht besonders weit geschafft. Aber der Reihe nach: Максим oder Maksym, vom lateinischen Maximus, bedeutet “der Größte“ und genauso haben ihn seine Eltern auch behandelt. Er war immer der Mittelpunkt der Aufmerksamkeit seiner Eltern und der seiner sechs Jahre älteren Schwester Alina. Selbst fand er nichts ungewöhnlich daran, dass er alles bekam, was er wollte und in allem, für das er sich als Kind phasenweise begeisterte - Astronomie, Puppentheater, Origami - bedingungslos unterstützt wurde. Anfangs galt das auch noch für das Ballett, mit dem Maksym, der früh ein außergewöhnlich gutes Körpergefühl bewies, seiner Schwester nacheiferte. Er fand darin etwas, das ihm nicht nur Spaß machte, sondern auch Fokus gab und den sonst eher schüchternen Jungen förmlich aufblühen ließ, wenn er in kleinen Aufführungen sein Können zeigen durfte. <br />
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Doch als diese <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Phase</span> über zwei Jahre anhielt, versuchte sein Vater, ihm nachdrücklicher einzureden, dass das doch “nichts für Jungs“ wäre. Um die Situation zu entspannen, suchte ihm seine Mutter eine vermeintlich “männlichere“ Beschäftigung und meldete ihn zum Turnen an. Was allerdings nur ein Ausgleich sein sollte, bestimmte bald Maksyms komplettes Leben. Er hatte Talent, Disziplin und nach wie vor viel Rückhalt und bald hatte er sogar Sponsoren. Auch ein Stipendium für ein Sportinternat hatte er in Aussicht, doch seine Eltern waren dagegen, dass er seine Heimatstadt Manchester verließ. Stattdessen nahmen sie lieber stundenlange Autofahrten zu Trainingscamps und Wettbewerben in Kauf. Heute kann Maksym sich nicht mehr daran erinnern, wann er das Tanzen aufgegeben hat, weil die Doppelbelastung zu groß wurde, aber er erinnert sich noch genau an seinen ersten Sieg bei einem Turnwettbewerb und wie stolz sein Vater auf ihn war. <br />
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Während Gleichaltrige auf Partys gingen, die erste Liebe und/oder den ersten Vollsuff erlebten und sich, wie es sich für Teenager gehörte, gegen ihre Eltern auflehnten, verbrachte Maksym jede freie Minute in der Turnhalle. Seine Freunde waren eine Zweckgemeinschaft aus Turnern und Trainern, die einander unterstützten, aber immer auch in Konkurrenz zueinander standen. Zu seinen Mitschülern hatte er nur oberflächlichen Kontakt. Schon mit vierzehn verpasste er viel Unterricht, um an internationalen Turnieren teilzunehmen und mit sechzehn verließ er die Schule, weil er sich diese unwichtige Ablenkung nicht mehr leisten konnte. Er trainierte ab diesem Zeitpunkt noch härter, um sich für die Olympischen Spiele in London zu qualifizieren und sich damit einen Traum zu erfüllen, der mit der Unterstützung seines neuen Trainers immer weiter in greifbare Nähe zu rücken schien. Bis ein routinemäßiger Dopingtest bei einem Trainingscamp positiv zurückkam und sich der Boden unter Maksym auftat. Er hatte seinem Trainer vertraut, auch mit seiner Ernährung und den leistungssteigernden Mitteln, die er für legal gehalten hatte und dafür mit seiner Karriere bezahlt. Nicht nur, dass er für Wettbewerbe gesperrt wurde und seine Sponsoren verlor, durch die mediale Aufmerksamkeit in der Turnerszene, wollte auch niemand von seinen angeblichen Freunden mehr etwas mit ihm zu tun haben. <br />
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Mit nicht ganz zweiundzwanzig Jahren glaubte Maksym vor dem Nichts zu stehen, auch deshalb, weil Liebe und Anerkennung in seinem Kopf immer untrennbar mit sportlichen Erfolgen verbunden waren. Seinen Eltern und Alina konnte er nicht mehr in die Augen sehen. Also verließ er Manchester von einem auf den anderen Tag ohne Abschied und ging nach London, auch wenn dort nur Einsamkeit auf ihn wartete und nicht das, worauf er hingearbeitet hatte. Als Mitglied der ukrainisch-griechisch-katholischen Kirche würde er vermutlich sagen, dass Gott seine Finger im Spiel gehabt haben könnte, als ihn sein Weg eines Abends in den Zirkus führte, den er sich von dem bisschen Geld, das er mit Aushilfsjobs verdiente, eigentlich nicht leisten konnte. Ein bisschen wie Jesus hatte der Mann ja ausgesehen, der ihm den Flyer in die Hand gedrückt hatte … Bis zu diesem Tag war ein Zirkus für ihn ein Zelt gewesen, in dem ein Clown zum Fremdschämen einlud und Artisten in kitschigen Kostümen ein paar lahme Kunststückchen aufführten. Einen Clown gab es zwar tatsächlich aber die Art, wie die Artisten in schwindelerregender Höhe durch die Luft flogen und ihre Körper benutzen, um sich auszudrücken, war pure Faszination. Nach der Vorstellung nahm er all seinen Mut zusammen und ging auf die Hochseilartistin zu, um seine Bewunderung auszudrücken und um es kurz zu machen: er wurde in dieser Nacht nicht nur entjungfert, sondern wachte auch mit einem neuen Job, bei dem er sein Talent nutzen konnte und einem neuen mobilen Zuhause auf. <br />
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Vier Jahre reiste Maksym mit dem Zirkus durch Europa, ließ seine Haare länger wachsen, legte sich diverse Tattoos zu und raucht mittlerweile viel zu viel. Die Hochseilartistin Sage wurde nicht nur in der Manege zu seiner festen Partnerin. Mit ihr arbeitete er eine beeindruckende Performance am Trapez aus, die zum krönenden Abschluss jeder Vorstellung wurde. Maksym hatte sofort Gefallen am Rausch der Höhe und dem Gefühl von Freiheit in der Luft gefunden und der schallende Applaus der Zuschauer machte ihm das Zirkusleben, das ihn oft überforderte, etwas leichter. Wenn ihm alles um ihn herum - wechselnde Orte, wechselnde Betten, Menschen in wechselnden Bewusstseinszuständen - zu viel wurde, zog er sich zurück und sperrte die Welt außerhalb seiner Kopfhörer einfach aus. Aber er traf auch auf Menschen, die nicht nur daran interessiert waren, was er konnte, sondern ihn vielleicht sogar ein bisschen mochten, weil er er war. Damit dass der wichtigste dieser Menschen, nämlich Sage, ihm eines Tages ohne Vorwarnung eröffnen würde, dass sie vorerst nicht mehr auftreten würde, hatte er aber genauso wenig gerechnet wie mit dem Grund dafür. Sie war schwanger, konnte Maksym aber beruhigen. Er sollte sich keine Gedanken machen, es war nicht seins. So wurde aus ihm ein trauriger Soloact mit gebrochenem Herzen.<br />
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Nach einer Straßenperformance in Birmingham, bei der er mit kleinen Tricks Werbung für die Abendvorstellung des Zirkus machen sollte, wurde er von einem seltsamen Typen angesprochen, der ein Angebot für ihn hatte. Weil der Kerl sich weder von Maksyms Beteuerung, er würde keinen Staubsauger brauchen - die nukleare Wollmausfamilie unter seinem Bett strafte ihn Lügen - noch davon, dass er schon jemanden hatte, mit dem er über Gott reden konnte, abwimmeln ließ, hörte er ihm zu. Sich abwerben zu lassen kam für ihn erst gar nicht infrage, bis er hörte dass es sich um ein permanentes Engagement in Manchester handelte, wo nicht nur seine Familie und ein renommiertes Varieté auf ihn warteten würden, sondern auch ein neuer <s>Partner</s> sehr platonischer Arbeitskollege. </div>
<center><div id="rtobreathe"><div class="rsub1">I may seem</div><div class="rsub2">fearless</div><div class="rimg" style="background-image: url('https://64.media.tumblr.com/9c7dc64ff96f0f26c7aa6ca01509dc6c/3cbbdc560b0293e3-6e/s250x400/a15f8ca528a03f41dc1d882145e91de9a46eb1ef.gifv');"></div><div class="rsub3">but I'm only brave</div><div class="rsub4">by appearance</div></div></center> <br />
<div class="frorydat"><tt>facts</tt><br />
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<div class="frorydattt">01.</div>An das Leben in der Ukraine erinnert sich Maksym kaum noch. Er kam mit vier Jahren nach England und spricht <it>fast akzentfreies Englisch</it>. Lange dachte er, sein Ukrainisch sei fließend, musste aber bei einem Urlaub in der Heimat feststellen, dass er mit seinem ‘Kinder-Ukrainisch’ Probleme hat, Gleichaltrige zu verstehen. <div class="frorydattt">02.</div>Von seinen Familienmitgliedern wird Maksym ironischerweise heute noch <it>Malyi</it> (Kleiner) genannt, obwohl er sie mit seinen 1,85 m mittlerweile alle deutlich überragt. Wenn seine Schwester ihn aufziehen will, spricht sie ihn auch mit <it>Maksyk</it>, der Verniedlichung seines Namens an. <div class="frorydattt">03.</div>Maksym <it>verträgt keinen Alkohol</it>. Während seiner aktiven Zeit als Turner war Alkohol verboten und wenn er heute trinkt, dann nur Drinks, bei denen man den Alkohol nicht schmeckt, was seine ganz eigenen Gefahren birgt. <br />
<div class="frorydattt">04.</div>Wenn er in der Stadt unterwegs ist, hat Maksym eigentlich immer eine <it>Einwegkamera</it> bei sich. Damit hält er alles fest, was ihm auffällt, am liebsten aber den Blick, den er von oben hat. <br />
<div class="frorydattt">05.</div>Vor jedem Auftritt schreibt Maksym ein <it>unsichtbares M</it> auf das Schwalbentattoo auf seinem Handrücken. Warum hat er noch niemanden erzählt, es hat aber auch noch nie jemand danach gefragt.   <br />
<div class="frorydattt">06.</div>Seit er beim Zirkus ist, hört er, wenn er allein trainiert, heimlich <it>französische Chansons</it> und behauptet, er versteht kein Wort. Beides stimmt nicht.   <br />
 <div class="frorydattt">07.</div>Auf Menschen, die ihn nicht gut kennen, kann er manchmal gleichgültig oder sogar einfältig wirken, weil es ihm schwerfällt, sich in die Gefühle anderer hineinzuversetzen und Konfron&shy;tationen gern aus dem Weg geht. Meistens <it>fühlt er aber eher zu viel als zu wenig</it> und merkt genau, was um ihn herum passiert.</div>
<div class="pfrpicon"><i class="fa-light fa-star-christmas"></i></div></div>
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		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Nalani Hale]]></title>
			<link>https://www.losttheplot.de/showthread.php?tid=2487</link>
			<pubDate>Tue, 03 Sep 2024 13:20:53 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.losttheplot.de/member.php?action=profile&uid=533">Nalani Hale</a>]]></dc:creator>
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			<description><![CDATA[<style>:root{--c1:pink;--c2:#8095DB;--c3:#9CC3E3;}.z_around{font-size:14px;color:black;line-height:1.3em;width:600px;height:100%;background-image:url('https://i.pinimg.com/564x/4e/cc/a2/4ecca297d0466dec202ac835426c54ad.jpg');background-position:top;background-repeat:repeat;margin:auto;border-radius:10px;padding:10px;cursor:pointer;}.z_boxkopf1{font-family:'Chubbo',sans-serif;background-color:var(--c1);width:553px;border:solid 2px#382b35;padding:7px;padding-left:20px;text-align:left;border-radius:20px 20px 0px 0px;margin:auto;margin-top:20px;border-bottom:0px;display:flex;justify-content:space-between;box-shadow:5px 5px#382b35;}.z_-ox{font-family:'outfit',sans-serif;font-weight:900;text-transform:uppercase;letter-spacing:10px;padding-right:10px;}.z_box_first{padding:30px;background-color:#fae5ee;width:520px;margin:auto;border-radius:0px 0px 20px 20px;border:solid 2px#382b35;font-family:'supreme',sans-serif;text-align:justify;object-position:right;box-shadow:5px 5px#382b35;display:flex;justify-content:space-between;margin-bottom:30px;}.z_pic{width:130px;height:130px;background-image:url('https://media.tenor.com/6FprUuRlAQ8AAAAM/madelyn-cline.gif');background-position:center;background-size:cover;border-radius:50%;border:10px solid var(--c1);}.z_infobox{width:150px;display:grid;height:150px;}.z_info{background-color:var(--c1);height:20px;border-radius:4px;padding:4px;border:1px solid black;font-family:'supreme',sans-serif;letter-spacing:2px;font-weight:800;font-size:14px;}.z_info2{font-family:'supreme',sans-serif;font-weight:800;padding:4px;text-transform:uppercase;font-size:15px;}.z_boxkopf2{font-family:'Chubbo',sans-serif;background-color:var(--c2);width:553px;border:solid 2px#382b35;padding:7px;padding-left:20px;text-align:left;border-radius:20px 20px 0px 0px;margin:auto;border-bottom:0px;display:flex;justify-content:space-between;box-shadow:5px 5px#382b35;}.z_box_second{padding:30px;background-color:#fae5ee;width:520px;margin:auto;border-radius:0px 0px 20px 20px;border:solid 2px#382b35;font-family:'supreme',sans-serif;text-align:justify;box-shadow:5px 5px#382b35;margin-bottom:30px;}.z_box_secondb{color:var(--c2);}.z_boxkopf3{font-family:'Chubbo',sans-serif;background-color:var(--c3);width:553px;border:solid 2px#382b35;padding:7px;padding-left:20px;text-align:left;border-radius:20px 20px 0px 0px;margin:auto;border-bottom:0px;display:flex;justify-content:space-between;box-shadow:5px 5px#382b35;}.z_box_third{padding:30px;background-color:#fae5ee;width:520px;margin:auto;border-radius:0px 0px 20px 20px;border:solid 2px#382b35;font-family:'supreme',sans-serif;text-align:justify;box-shadow:5px 5px#382b35;margin-bottom:30px}.z_box_thirdb{color:var(--c3);}</style><br />
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    <div class="z_pic"></div></div>
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  <div class="z_boxkopf2">who_am_i.txt<br />
    <div class="z_-ox">-ox</div></div>
  <div class="z_box_second">Das Erste was einem direkt auffiel, wenn man Nalani, von vielen auch einfach <b>Nani</b> genannt, sah waren die sanften braunen Augen und die zarten Sommersprossen auf ihrer Stupsnase. Ein Lächeln auf den Lippen, welches die schüchterne Sonne Großbritanniens aus ihrem Versteck hinter den Wolken locken konnte. Nani kam nicht von ihr, soviel stand fest und wem das nicht beim ersten Blick bewusst war, dann spätestens, wenn man sie mit ihrem <b>Zwillingsbruder</b> sah. Die hübsche Blondine, welche immer so aussah als könnte nichts ihren Tag und vor allem ihre gute Laune trüben, stammte aus <b>Honululu, Hawaii</b> um genau zu sein. Wieso sie jetzt hier steckte und sich nicht ihre besommersprosste Nase in die hawaiianische Sonne streckte oder auf einem Surfboard die Wellen brach? Gute Frage. Dass es eigentlich eine unglückliche Romanze ihres Bruders war, welche sie hier hielt war schon lange vergessen. Man lebte immerhin nicht in der Vergangenheit, sondern im Hier und Jetzt. Die Welt war zu schön um sie mit Dingen zu verbringen die bereits passiert waren. So hatten die Hale-Zwillinge die ersten Jahre ihrer Volljährigkeit auch damit genutzt in einem alten <b>VW-Bully</b> Amerika und Europa zu entdecken. Jetzt hatten sie sich auch noch ihren langersehnten Traum von einem <b>eigenen Laden</b> erfüllt. Dank großer Ersparnisse und einem nicht unbeachtlichen Erbe konnte es ihnen auch egal sein, dass ihr Laden in den Augen mancher nicht lukrativ war, vor allem dann nicht, wenn sie wieder einem armen Schlucker oder dem süßen Kerl den einen oder anderen Kaffee schenkten. <b>Aloha</b> war nicht nur ein Wort, es war ein Lifestyle so wie Hakuna Matata und Nani lebte getreu dieser Worte.</div>
  <div class="z_boxkopf3">and_all_was_well.???<div class="z_-ox">-ox</div></div><div class="z_box_third">Das Leben unter der wunderschönen hawaiianischen Sonne könnte so traumhaft sein. Wie ein Disney Märchen. War es allerdings nicht, denn irgendjemand machte einem immer einen Strich durch die Rechnung. In Nanis Fall waren es ihre eigenen Eltern. Das Glück ihrer Eltern reichte ein paar wenige Wochen, nach der Nachricht, dass ihre Mutter schwanger war. Ein langersehntes Kind, vielleicht sogar ein männlicher Erbe. Wochen später, bei einem Kontrolltermin der Schock – Zwillinge. Ob es für sie ab dem Moment klar war, dass ihre Kinder ohne richtige Eltern aufwachsen würden und man sie zu ihren Großeltern <b>abschob</b>? Oder ob sie immer ein kleines bisschen gehofft hatten, dass einer von beiden noch während der Entwicklung im Mutterleib starb und nur ein Kind das Licht der hawaiianischen Welt erblickte? Spätestens am Tag ihrer Geburt war es klar, dass beide Kinder in einem Abstand von wenigen Minuten gesund und munter das Licht der Welt erblickt hatten. Nani wuchs mit dem Wissen auf, dass sie Eltern hatte, diese aber mit in ihren Augen viel wichtigeren Dingen beschäftigt waren als ihre eigenen Kinder. Ausgerechnet ihre Großeltern nahmen die Zwillinge in ihre Obhut. So wuchsen die quirligen Hale Zwillinge in einer <b>liebevollen Umgebung</b> auf.<br> <br />
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Es waren ihre Großeltern die ihnen das Wichtigste im Leben beibrachten und was es bedeutete ein hawaiianischer Staatsbürger zu sein. <b>Aloha</b>, ein Wort welches viele Touristen als Begrüßung benutzten, bedeutete für sie so viel mehr als nur das. Es war eine Lebenseinstellung. Liebe, Zuneigung, Verständnis, Mitgefühl, Nachsicht, Gnade, Sympathie, Anmut, lieben, liebhaben, freundlich sein – all das bedeutete Aloha. Man kümmerte sich um seine Mitmenschen, ohne eine Gegenleistung dafür zu erwarten. Man übernahm Verantwortung, war aufmerksam und freundlich. Egal ob jemand zur Familie oder zum Freundeskreis gehörte oder nicht – <b>alle Menschen sind ‘ohana, Familie</b>. So wuchs auch Nani mit genau dieser Lebenseinstellung auf. Sie ging offen und freundlich auf jeden zu, glaube bedingungslos an das Gute in ihrem Gegenüber. Sie bot ihre Hilfe jedem an, ohne eine Gegenleistung dafür zu erwarten. Ihr Lächeln wirkte auf andere nicht aufgesetzt oder falsch, sondern schaffte es ihrem Gegenüber ebenfalls ein kleines Lächeln zu entlocken. Nani war eine Frohnatur, versuchte jedem in ihrem Umkreis die Lasten dieser Welt von den Schultern zu nehmen und aus einem tristen und freudlosen Tag ein Tag zu machen in dem die Sonne mit einem um die Wette strahlte. Man konnte alles im Leben erreichen, wenn man nur ganz fest daran glaubte.<br> <br />
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Natürlich kam auch Nani nicht darum herum die Schule zu besuchen. Tatsächlich ging sie auch gerne dorthin, nur um ihre Freunde zu sehen und wenn man es genau nahm konnte man das auch definitiv an ihren schulischen Leistungen erkennen. Wozu einen Schulabschluss, wenn man doch sowieso bereits einen Karriereplan hatte? <b>Surfweltmeisterin</b> werden und als <b>Surflehrerin</b> im Laden ihrer Großeltern arbeiten. Mehr brauchte sie nicht. Neben dem Surfen, einem Sport in welchem sie eindeutig mehr Talent hatte, lernte sie gemeinsam mit ihrem Zwilling die Kunst auf einem Skateboard zu stehen. Ihr Bruder hatte darin eindeutig mehr Talent als Nani und sie freute sich über jeden Trick, welchen sie schaffte ohne auf dem harten Asphalt zu landen. Ihre Stärken lagen jedoch eindeutig eher auf dem Wasser als am Land, was sie jedoch nicht davon abhielt auch den Jüngeren das Skaten beizubringen. Nach ihrem Schulabschluss interessierte sie sich auch nicht sonderlich für ein Studium, sondern arbeitete gemeinsam mit ihrem Bruder im Laden ihrer Großeltern. Was wollte man mehr? Jeden Tag Sonne, Strand und Meer.<br> <br />
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Natürlich konnte das Leben nicht für immer so glücklich laufen. Eine große finstere Wolke legte sich über die glückliche Familie bestehend aus Großeltern und Enkelkindern. Ihre geliebte Granny starb, als sie gerade einmal im Teenager alter war. Ihr Großvater, das größte Stehaufmännchen dieser Welt, versank in Trauer. Gramps sagte jedoch, dass seine geliebte Frau es nicht gewollt hätte, wenn er mit einer Trauermiene durch die Welt marschierte. Das Leben ging weiter – man sollte nicht in der Vergangenheit leben, denn sonst verpasste man die schönen Dinge die einem noch bevorstanden. Das Leben drehte sich weiter. Nach dem Regen kam die Sonne. Nach einem Sonnenuntergang, ging die Sonne am nächsten Tag wieder auf. Man sollte dem Leben dankbar sein – mahalo. Eine positive Einstellung, welche an dem Tag an dem ihr Großvater für immer die Augen schloss schwer war zu denken. Nani traf es schwer und Kimo noch schwerer, beinahe so schwer, dass er vor lauter Trauer zurück zu ihren Erzeugern wollte. Wer wusste wie ihr Leben gelaufen wäre, wenn sie tatsächlich zurück zu ihren Eltern wären. Würden sie noch immer in Hawaii sein und den Laden ihrer Großeltern führen? Nani wusste es nicht, denn nach der Öffnung des Testaments ihres Gramps wusste sie, dass es kein versöhnliches Miteinander mit ihren Eltern geben würde. Stattdessen <b>stritt man sich um das Erbe</b>. Geld vor allem sehr viel Geld zerstörte selbst ein enges Familienkonstrukt und entzweite eine bereits kaputte Familie nur noch mehr.<br> <br />
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Getreu der Lebenseinstellung ihrer Großeltern und ihrer eigenen Spontanität war es zu verdanken, dass die Zwillinge sich einen alten <b>VW-Bus</b> im alter von 21 Jahren gekauft hatten und mit diesem Hawaii verließen. Ganz spontan, bei Nacht und Nebel ohne irgendwem Bescheid zugeben. Sie waren frei. Sie konnten überall hin wo es sie gerade hinzog. Die amerikanische Küstenregionen, Portugal, Spanien und Frankreich – sie waren gefühlt überall wo man sein Surfbrett ins Meer werfen konnte, die Wellen brechen und sich das Reisebudget als Surflehrer erweitern konnte. Nani konnte sich nicht mehr genau erinnern, was sie anfangs nach Großbritannien geführt hatte – vielleicht wollten sie auch einfach nach Schottland und Nessie besuchen. Der Blonden war spätestens ab dem Zeitpunkt klar, dass ihre Reise ein Ende genommen hatte, als ihr Bruder sich Hals über Kopf verliebt hatte. Hatte sie sich zuerst noch für ihn gefreut und sich ebenfalls in das Abenteuer Liebe gestürzt, war diese Freude nach dem Entdecken der rot leuchtenden Red Flags verpufft. Ihr eigenes Liebesleben war geprägt von wechselnden Bekanntschaften, Situationships und vor allem Männern welche die hübsche Frohnatur für nur eines wollten – Sex.<br> <br />
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Abgesehen von ihrem nicht vorhandenen Liebesleben, hatte sie sich immerhin einen Traum erfüllt. Ihrem eigenen kleinen Laden. Eine Cafébar in dem jeder Willkommen war, der aus seinem tristen Alltag entfliehen wollte. Jeder der vielleicht auch nur ein bisschen Hawaii inmitten von Manchester erleben wollte, einen gratis Therapeuten brauchte, weil die Schnepfe aus der Buchhaltung wieder einmal Probleme mit ihrer Menopause hatte. Jeder der eine Umarmung brauchte oder eine Schulter um ein paar Tränen der Wut, Verzweiflung oder Liebeskummer zu verlieren. Oder für jeden der in einem gemütlichen Ort einen Kaffee oder Cocktail brauchte um wach zu werden oder um sich die Welt schön zu trinken. Die Hale Zwillinge erfüllten sich diesen Traum <b>2014</b> mit der Eröffnung von <b>OnlySkate</b> und blieben, trotz toxischer Beziehungen und Männern die sich nicht commiten wollten.<br> <br />
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So lebten die Zwillinge weiterhin in Manchester, in ihrem geliebten VW-Bus, der bereits alles gesehen hatte. <b>The hawaiian spirit</b> ging weiter und man lebte schließlich nicht in der Vergangenheit. Nani strahlte weiterhin mit der versteckten Sonne Großbritanniens, begrüßte jeden mit einem fröhlichen <b>Aloha</b>, fiel diesem direkt in die Arme oder drückte ihm einen Kuss auf die Wange (ob er/sie/they/them es wollte oder nicht). Und so lebte Nani <b>ke ola holokai Hawaii</b>, das hawaiianische Leben in ihrer Cafébar vor einem kleinen Skaterpark und besuchte hin und wieder mit ihrer auserwählten ‘ohana den Strand um die eine oder andere Welle zu brechen. Was wollte man mehr im Leben, wenn man ‘ohana und aloha hatte.</div></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<style>:root{--c1:pink;--c2:#8095DB;--c3:#9CC3E3;}.z_around{font-size:14px;color:black;line-height:1.3em;width:600px;height:100%;background-image:url('https://i.pinimg.com/564x/4e/cc/a2/4ecca297d0466dec202ac835426c54ad.jpg');background-position:top;background-repeat:repeat;margin:auto;border-radius:10px;padding:10px;cursor:pointer;}.z_boxkopf1{font-family:'Chubbo',sans-serif;background-color:var(--c1);width:553px;border:solid 2px#382b35;padding:7px;padding-left:20px;text-align:left;border-radius:20px 20px 0px 0px;margin:auto;margin-top:20px;border-bottom:0px;display:flex;justify-content:space-between;box-shadow:5px 5px#382b35;}.z_-ox{font-family:'outfit',sans-serif;font-weight:900;text-transform:uppercase;letter-spacing:10px;padding-right:10px;}.z_box_first{padding:30px;background-color:#fae5ee;width:520px;margin:auto;border-radius:0px 0px 20px 20px;border:solid 2px#382b35;font-family:'supreme',sans-serif;text-align:justify;object-position:right;box-shadow:5px 5px#382b35;display:flex;justify-content:space-between;margin-bottom:30px;}.z_pic{width:130px;height:130px;background-image:url('https://media.tenor.com/6FprUuRlAQ8AAAAM/madelyn-cline.gif');background-position:center;background-size:cover;border-radius:50%;border:10px solid var(--c1);}.z_infobox{width:150px;display:grid;height:150px;}.z_info{background-color:var(--c1);height:20px;border-radius:4px;padding:4px;border:1px solid black;font-family:'supreme',sans-serif;letter-spacing:2px;font-weight:800;font-size:14px;}.z_info2{font-family:'supreme',sans-serif;font-weight:800;padding:4px;text-transform:uppercase;font-size:15px;}.z_boxkopf2{font-family:'Chubbo',sans-serif;background-color:var(--c2);width:553px;border:solid 2px#382b35;padding:7px;padding-left:20px;text-align:left;border-radius:20px 20px 0px 0px;margin:auto;border-bottom:0px;display:flex;justify-content:space-between;box-shadow:5px 5px#382b35;}.z_box_second{padding:30px;background-color:#fae5ee;width:520px;margin:auto;border-radius:0px 0px 20px 20px;border:solid 2px#382b35;font-family:'supreme',sans-serif;text-align:justify;box-shadow:5px 5px#382b35;margin-bottom:30px;}.z_box_secondb{color:var(--c2);}.z_boxkopf3{font-family:'Chubbo',sans-serif;background-color:var(--c3);width:553px;border:solid 2px#382b35;padding:7px;padding-left:20px;text-align:left;border-radius:20px 20px 0px 0px;margin:auto;border-bottom:0px;display:flex;justify-content:space-between;box-shadow:5px 5px#382b35;}.z_box_third{padding:30px;background-color:#fae5ee;width:520px;margin:auto;border-radius:0px 0px 20px 20px;border:solid 2px#382b35;font-family:'supreme',sans-serif;text-align:justify;box-shadow:5px 5px#382b35;margin-bottom:30px}.z_box_thirdb{color:var(--c3);}</style><br />
<br />
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    <div class="z_pic"></div></div>
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  <div class="z_boxkopf2">who_am_i.txt<br />
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  <div class="z_box_second">Das Erste was einem direkt auffiel, wenn man Nalani, von vielen auch einfach <b>Nani</b> genannt, sah waren die sanften braunen Augen und die zarten Sommersprossen auf ihrer Stupsnase. Ein Lächeln auf den Lippen, welches die schüchterne Sonne Großbritanniens aus ihrem Versteck hinter den Wolken locken konnte. Nani kam nicht von ihr, soviel stand fest und wem das nicht beim ersten Blick bewusst war, dann spätestens, wenn man sie mit ihrem <b>Zwillingsbruder</b> sah. Die hübsche Blondine, welche immer so aussah als könnte nichts ihren Tag und vor allem ihre gute Laune trüben, stammte aus <b>Honululu, Hawaii</b> um genau zu sein. Wieso sie jetzt hier steckte und sich nicht ihre besommersprosste Nase in die hawaiianische Sonne streckte oder auf einem Surfboard die Wellen brach? Gute Frage. Dass es eigentlich eine unglückliche Romanze ihres Bruders war, welche sie hier hielt war schon lange vergessen. Man lebte immerhin nicht in der Vergangenheit, sondern im Hier und Jetzt. Die Welt war zu schön um sie mit Dingen zu verbringen die bereits passiert waren. So hatten die Hale-Zwillinge die ersten Jahre ihrer Volljährigkeit auch damit genutzt in einem alten <b>VW-Bully</b> Amerika und Europa zu entdecken. Jetzt hatten sie sich auch noch ihren langersehnten Traum von einem <b>eigenen Laden</b> erfüllt. Dank großer Ersparnisse und einem nicht unbeachtlichen Erbe konnte es ihnen auch egal sein, dass ihr Laden in den Augen mancher nicht lukrativ war, vor allem dann nicht, wenn sie wieder einem armen Schlucker oder dem süßen Kerl den einen oder anderen Kaffee schenkten. <b>Aloha</b> war nicht nur ein Wort, es war ein Lifestyle so wie Hakuna Matata und Nani lebte getreu dieser Worte.</div>
  <div class="z_boxkopf3">and_all_was_well.???<div class="z_-ox">-ox</div></div><div class="z_box_third">Das Leben unter der wunderschönen hawaiianischen Sonne könnte so traumhaft sein. Wie ein Disney Märchen. War es allerdings nicht, denn irgendjemand machte einem immer einen Strich durch die Rechnung. In Nanis Fall waren es ihre eigenen Eltern. Das Glück ihrer Eltern reichte ein paar wenige Wochen, nach der Nachricht, dass ihre Mutter schwanger war. Ein langersehntes Kind, vielleicht sogar ein männlicher Erbe. Wochen später, bei einem Kontrolltermin der Schock – Zwillinge. Ob es für sie ab dem Moment klar war, dass ihre Kinder ohne richtige Eltern aufwachsen würden und man sie zu ihren Großeltern <b>abschob</b>? Oder ob sie immer ein kleines bisschen gehofft hatten, dass einer von beiden noch während der Entwicklung im Mutterleib starb und nur ein Kind das Licht der hawaiianischen Welt erblickte? Spätestens am Tag ihrer Geburt war es klar, dass beide Kinder in einem Abstand von wenigen Minuten gesund und munter das Licht der Welt erblickt hatten. Nani wuchs mit dem Wissen auf, dass sie Eltern hatte, diese aber mit in ihren Augen viel wichtigeren Dingen beschäftigt waren als ihre eigenen Kinder. Ausgerechnet ihre Großeltern nahmen die Zwillinge in ihre Obhut. So wuchsen die quirligen Hale Zwillinge in einer <b>liebevollen Umgebung</b> auf.<br> <br />
<br />
Es waren ihre Großeltern die ihnen das Wichtigste im Leben beibrachten und was es bedeutete ein hawaiianischer Staatsbürger zu sein. <b>Aloha</b>, ein Wort welches viele Touristen als Begrüßung benutzten, bedeutete für sie so viel mehr als nur das. Es war eine Lebenseinstellung. Liebe, Zuneigung, Verständnis, Mitgefühl, Nachsicht, Gnade, Sympathie, Anmut, lieben, liebhaben, freundlich sein – all das bedeutete Aloha. Man kümmerte sich um seine Mitmenschen, ohne eine Gegenleistung dafür zu erwarten. Man übernahm Verantwortung, war aufmerksam und freundlich. Egal ob jemand zur Familie oder zum Freundeskreis gehörte oder nicht – <b>alle Menschen sind ‘ohana, Familie</b>. So wuchs auch Nani mit genau dieser Lebenseinstellung auf. Sie ging offen und freundlich auf jeden zu, glaube bedingungslos an das Gute in ihrem Gegenüber. Sie bot ihre Hilfe jedem an, ohne eine Gegenleistung dafür zu erwarten. Ihr Lächeln wirkte auf andere nicht aufgesetzt oder falsch, sondern schaffte es ihrem Gegenüber ebenfalls ein kleines Lächeln zu entlocken. Nani war eine Frohnatur, versuchte jedem in ihrem Umkreis die Lasten dieser Welt von den Schultern zu nehmen und aus einem tristen und freudlosen Tag ein Tag zu machen in dem die Sonne mit einem um die Wette strahlte. Man konnte alles im Leben erreichen, wenn man nur ganz fest daran glaubte.<br> <br />
<br />
Natürlich kam auch Nani nicht darum herum die Schule zu besuchen. Tatsächlich ging sie auch gerne dorthin, nur um ihre Freunde zu sehen und wenn man es genau nahm konnte man das auch definitiv an ihren schulischen Leistungen erkennen. Wozu einen Schulabschluss, wenn man doch sowieso bereits einen Karriereplan hatte? <b>Surfweltmeisterin</b> werden und als <b>Surflehrerin</b> im Laden ihrer Großeltern arbeiten. Mehr brauchte sie nicht. Neben dem Surfen, einem Sport in welchem sie eindeutig mehr Talent hatte, lernte sie gemeinsam mit ihrem Zwilling die Kunst auf einem Skateboard zu stehen. Ihr Bruder hatte darin eindeutig mehr Talent als Nani und sie freute sich über jeden Trick, welchen sie schaffte ohne auf dem harten Asphalt zu landen. Ihre Stärken lagen jedoch eindeutig eher auf dem Wasser als am Land, was sie jedoch nicht davon abhielt auch den Jüngeren das Skaten beizubringen. Nach ihrem Schulabschluss interessierte sie sich auch nicht sonderlich für ein Studium, sondern arbeitete gemeinsam mit ihrem Bruder im Laden ihrer Großeltern. Was wollte man mehr? Jeden Tag Sonne, Strand und Meer.<br> <br />
<br />
Natürlich konnte das Leben nicht für immer so glücklich laufen. Eine große finstere Wolke legte sich über die glückliche Familie bestehend aus Großeltern und Enkelkindern. Ihre geliebte Granny starb, als sie gerade einmal im Teenager alter war. Ihr Großvater, das größte Stehaufmännchen dieser Welt, versank in Trauer. Gramps sagte jedoch, dass seine geliebte Frau es nicht gewollt hätte, wenn er mit einer Trauermiene durch die Welt marschierte. Das Leben ging weiter – man sollte nicht in der Vergangenheit leben, denn sonst verpasste man die schönen Dinge die einem noch bevorstanden. Das Leben drehte sich weiter. Nach dem Regen kam die Sonne. Nach einem Sonnenuntergang, ging die Sonne am nächsten Tag wieder auf. Man sollte dem Leben dankbar sein – mahalo. Eine positive Einstellung, welche an dem Tag an dem ihr Großvater für immer die Augen schloss schwer war zu denken. Nani traf es schwer und Kimo noch schwerer, beinahe so schwer, dass er vor lauter Trauer zurück zu ihren Erzeugern wollte. Wer wusste wie ihr Leben gelaufen wäre, wenn sie tatsächlich zurück zu ihren Eltern wären. Würden sie noch immer in Hawaii sein und den Laden ihrer Großeltern führen? Nani wusste es nicht, denn nach der Öffnung des Testaments ihres Gramps wusste sie, dass es kein versöhnliches Miteinander mit ihren Eltern geben würde. Stattdessen <b>stritt man sich um das Erbe</b>. Geld vor allem sehr viel Geld zerstörte selbst ein enges Familienkonstrukt und entzweite eine bereits kaputte Familie nur noch mehr.<br> <br />
<br />
Getreu der Lebenseinstellung ihrer Großeltern und ihrer eigenen Spontanität war es zu verdanken, dass die Zwillinge sich einen alten <b>VW-Bus</b> im alter von 21 Jahren gekauft hatten und mit diesem Hawaii verließen. Ganz spontan, bei Nacht und Nebel ohne irgendwem Bescheid zugeben. Sie waren frei. Sie konnten überall hin wo es sie gerade hinzog. Die amerikanische Küstenregionen, Portugal, Spanien und Frankreich – sie waren gefühlt überall wo man sein Surfbrett ins Meer werfen konnte, die Wellen brechen und sich das Reisebudget als Surflehrer erweitern konnte. Nani konnte sich nicht mehr genau erinnern, was sie anfangs nach Großbritannien geführt hatte – vielleicht wollten sie auch einfach nach Schottland und Nessie besuchen. Der Blonden war spätestens ab dem Zeitpunkt klar, dass ihre Reise ein Ende genommen hatte, als ihr Bruder sich Hals über Kopf verliebt hatte. Hatte sie sich zuerst noch für ihn gefreut und sich ebenfalls in das Abenteuer Liebe gestürzt, war diese Freude nach dem Entdecken der rot leuchtenden Red Flags verpufft. Ihr eigenes Liebesleben war geprägt von wechselnden Bekanntschaften, Situationships und vor allem Männern welche die hübsche Frohnatur für nur eines wollten – Sex.<br> <br />
<br />
Abgesehen von ihrem nicht vorhandenen Liebesleben, hatte sie sich immerhin einen Traum erfüllt. Ihrem eigenen kleinen Laden. Eine Cafébar in dem jeder Willkommen war, der aus seinem tristen Alltag entfliehen wollte. Jeder der vielleicht auch nur ein bisschen Hawaii inmitten von Manchester erleben wollte, einen gratis Therapeuten brauchte, weil die Schnepfe aus der Buchhaltung wieder einmal Probleme mit ihrer Menopause hatte. Jeder der eine Umarmung brauchte oder eine Schulter um ein paar Tränen der Wut, Verzweiflung oder Liebeskummer zu verlieren. Oder für jeden der in einem gemütlichen Ort einen Kaffee oder Cocktail brauchte um wach zu werden oder um sich die Welt schön zu trinken. Die Hale Zwillinge erfüllten sich diesen Traum <b>2014</b> mit der Eröffnung von <b>OnlySkate</b> und blieben, trotz toxischer Beziehungen und Männern die sich nicht commiten wollten.<br> <br />
<br />
So lebten die Zwillinge weiterhin in Manchester, in ihrem geliebten VW-Bus, der bereits alles gesehen hatte. <b>The hawaiian spirit</b> ging weiter und man lebte schließlich nicht in der Vergangenheit. Nani strahlte weiterhin mit der versteckten Sonne Großbritanniens, begrüßte jeden mit einem fröhlichen <b>Aloha</b>, fiel diesem direkt in die Arme oder drückte ihm einen Kuss auf die Wange (ob er/sie/they/them es wollte oder nicht). Und so lebte Nani <b>ke ola holokai Hawaii</b>, das hawaiianische Leben in ihrer Cafébar vor einem kleinen Skaterpark und besuchte hin und wieder mit ihrer auserwählten ‘ohana den Strand um die eine oder andere Welle zu brechen. Was wollte man mehr im Leben, wenn man ‘ohana und aloha hatte.</div></div>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Maeve Branagh]]></title>
			<link>https://www.losttheplot.de/showthread.php?tid=2167</link>
			<pubDate>Mon, 22 Nov 2021 20:55:01 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.losttheplot.de/member.php?action=profile&uid=461">Maeve Branagh</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.losttheplot.de/showthread.php?tid=2167</guid>
			<description><![CDATA[<div class="p1 stecki"><div class="p2">Maeve Branagh, née Jones</div><div class="p3">Motherf*cker - Fake Vegetarian Ex-Girlfriend </div><div class="ph1"><div class="ph2"><div class="p9">„</div><div class="p10"></div></div><img src="https://abload.de/img/maevekkjun.jpg"></div>
<div class="p4">
<table><tr><td class="p6">
<div class="feldu" style="width: 150px; margin-left: 5px;" >Sassy</div>
<div class="feldb2"><span class="bvpr">Alter // </span>35 Jahre</div><div class="feldb2" ><span class="bvpr">Job // </span>Zahlenjongleuse</div><div class="feldb2"><span class="bvpr"><s>Pizza</s>  //</span> BACON BURGER !!!</div><div class="feldb2"><span class="bvpr">Ava // </span>Aisling Bea</div>
</td>
<td><div class="p7"><div class="p5-2"><img src="https://abload.de/img/mj0njpc.gif" style="margin: 10px; height: 50px; width: 70px;"></div>Meh… Mäh… Maeve! Ein Pfundskerl von Frau, bisweilen aber so nervtötend, wie ein Kind in seiner Trotzphase. Kein Wunder, dass sie ein Einzelbüro ihr Eigen nennen darf, wo sie als Zahlenjongleuse irgendwelche wichtigen Finanzen wuppt. Sie kann laut & derb sein, doch bricht erst ihre Liebenswürdigkeit aus ihr heraus, dann Holla die Waldfee! Es ist für sie total legitim zweifelhafte Rom-Coms mit Kitschy End zu hassen, dafür aber als Ed Sheeran Ultra alle seine Schmonzetten mit ehrlicher Inbrunst mitzuschmettern. Ihren hohen IQ lässt die 35-Jährige wahlweise mit triefender Arroganz raushängen oder beschmutzt ihn bis zur Unkenntlichkeit mit tölpelhaftem Benehmen und fragwürdigen Entscheidungen. Darauf nen Schnaps! Das mit der Ehe war irgendwie nix, weshalb die Single Lady (<i>now put your hands up</i>) ihrer vorübergehenden Heimat London den Rücken gekehrt hat und ein neues altes Kapitel öffnet: Hello again, Manchester. Nice to... ah, fuck it.</div> </td>
</tr></table>
<div class="p8">Family is my 2nd Favourite F-Word.</div>
<br />
Es war einmal eine Sekretärin namens Janet (inzwischen 57 Jahre), die einen Bauarbeiter namens Stephen (inzwischen 58 Jahre) für sein ausladendes Hintern-Dekolleté bewundert hat. Nach sechs Dates wurden die beiden ein Paar und ihre Liebe wurde im Jahr 1983 - natürlich nach der Hochzeit, soviel Anstand musste sein - mit der Geburt ihrer Prinzessin Maeve gekrönt. Schon früh war klar, dass das Töchterchen vom Wesen her nach dem Papa schlägt, denn bereits im zarten Alter von sechs Jahren konnte sie fluchen wie ein alter Kesselflicker. Die Jones' sind nach wie vor eine klassische Arbeiterfamilie und fleißig schuftende Leute. Dass Maeve durch ihr sehr kluges Köpfchen aus der Norm schlägt, macht Mum und Dad sehr stolz und sie nahmen sogar einen Kredit auf, damit sie in London studieren konnte. Zwar verstehen sie nicht wirklich, womit sie ihre Brötchen verdient, aber sie können von Stolz sagen, dass der berufliche Weg sie... oh!... seit kurzem wieder zurück nach Manchester geführt hat? Genau - das ehemalige temporäre London Girl wohnt derzeit in ihrem alten Kinderzimmer, bis ihre neue Bleibe renoviert und einzugsbereit ist. Könnte an der finalen Trennung von ihrem Ehemann liegen. Tja, darauf einen Kurzen. Oder auch zwei - drei - vier.<br />
<br />
<div class="p8">You are what you eat, but I don't remember eating a fucking legend.</div>
<br />
» hat einen IQ von 140 » löst Probleme mit Schnick-Schnack-Schnuck » quasselt ohne Punkt und Komma; genießt in besonderen Momenten aber auch das Schweigen » hat ein großes Herz, in dem alle ihre Lieblingsmenschen reichlich Platz haben » klopft niemals an und fällt somit nicht selten mit der metaphorischen Tür ins Haus » ist ordnungsliebend und verehrt Marie Kondō wie eine Gottheit » trägt mit ihren 166 cm den Beinamen <i>garstiger Hobbit</i> » hat eine blühende Fantasie, findet jedoch manchmal nicht die richtigen Worte dafür » kann äußerst respektlos sein, aber ist dies niemals gegenüber älteren Menschen » hätte eine goldene Olympia-Medaille im Fettnäpfchenwetthüpfen verdient » verirrt sich mehrmals täglich in ihrem eigenen Gedankenirrgarten » bevorzugt derben Humor und hat ihr freches Mundwerk von ihrem Dad geerbt » grunzt beim Lachen » wird passiv-aggressiv, wenn sie beleidigt ist - und das geht schnell » igelt sich ein, wenn sie sich emotional verletzt fühlt » zelebriert ihre Schadenfreude anderen gegenüber auf eine unausstehliche Art und Weise » steht auf Partys gerne im Mittelpunkt und hat einen <i>very dorky</i> Tanzstil » kann ganz passable twerken, wenn sie der Beat packt » ist hart im Nehmen, außer sie hat einen Kater des Todes, dann schwimmt sie in Selbstmitleid » liebt mit Leib und Seele und jeder Faser ihres Daseins und sagt die magischen drei Worte auch nur, wenn sie sie so meint » steht auf Versöhnungssex » besucht jedes Jahr das Pferderennevent Royal Ascot und gibt Unsummen für eine neue, außergewöhnliche Kopfbedeckung aus » verbringt Sonntage gern im Bett - mit Frühstück, Netflix, Tee, Burger, Wein » ist nicht sonderlich konsequent » hat Angst vor Kindern, weil die so unberechenbar sind und meidet sie daher wie Vampire das Weihwasser » trifft manchmal fragwürdige Entscheidungen ohne erklärlichen Grund, findet dann allerdings nicht mehr den Weg zurück » ist grundsätzlich ein früher Vogel UND eine Nachteule und kann von Glück sagen, dass sie nicht viel Schlaf braucht<br />
<br />
<div class="p8">MBBL [= Maeve Branaghs Bucket List] 4ever</div>
<br />
☐ Ein Bier mit Ed Sheeran trinken<br />
✓ Muse eines exzentrischen Performance-Künstlers sein<br />
✓ Betrunken im Fontana di Trevi baden<br />
✓ Eine Nacht in einer Ausnüchterungszelle verbringen<br />
✓ Nasenflöte spielen können<br />
✓ Gegen einen Computer im Schach gewinnen<br />
✓ Namensgeberin für ein alkoholisches Gesöff werden<br />
☐ Mitglied des Mile-High-Clubs werden<br />
✓ Einen Twat-Shot [versehentlich?] an die falsche Person schicken<br />
☐ Einen Glückskeks in Peking essen<br />
✓ In einer Fachzeitschrift veröffentlicht werden<br />
✓ Einen Heiratsantrag <s>bekommen</s> machen<br />
✓ Die Midlife-Crisis vor 50 erreichen<br />
☐ Die To-Do-Liste verbrennen<br />
tbc.<br />
<br />
<div class="p8">Love, life and other acts of violence.</div>
<br />
The One Where It All Began | Maeve denkt recht gern an ihre Kindheit zurück, denn die war ganz schön OK. Zum Glück gab es damals noch keine sozialen Medien, sodass sie gar nicht mitbekam, was sie alles verpasste und es gab somit auch nicht die Möglichkeit, unvorteilhafte Fotos ihres dicken Hinterns im Netz zu verbreiten. Ihren Babyspeck verlor sie nämlich erst mit 17 Jahren, beinah zeitgleich mit ihrer Unschuld, die sie ihrem damaligen Boyfriend Riley vor dem Schulabschluss geschenkt hatte. Im Nachhinein war das Kennenlernen der beiden fast schon filmreif. Er, der irische Loser mit dem Kopf in der Kloschüssel. Sie, die arrogante Nerdin, die niemanden ihre perfekte Hausaufgaben abschreiben ließ und sich in den Pausen in den Toiletten rumdrückte, weil ihr dort niemand auf die Eierstöcke ging. Beide verband ihre Nicht-Beliebtheit, die sie letztlich zu einem starken Team zusammenwachsen ließ. Keinem anderen ihrer männlichen Mitschüler zeigte Maeve die weiche Seite hinter ihrer kratzbürstigen Fassade und der Tag, an dem sie offiziell <i>sein</i> Mädchen wurde, war schöner als alle 1+ mit Sternchen zusammen. Caesar und Cleopatra. Romeo und Julia. Riley und Maeve. Kitschig as fuck - aber zumindest starb in dieser modernen Love Story niemand. Die Beziehung der beiden war weniger romantisch, als in den handelsüblichen Schnulzen, aber wer sich gemeinsam die Seele aus dem Hals kotzte und zugedröhnt ein Schaf <s>stahl</s> befreite, der schrieb seine eigene Liebesgeschichte. Apropos: Während Maeve ihre Emotionen in - wie sie sagt - 1A Poesie ausdrückte, war Riley talentierter im Verfassen eines heißen Liebesdings. Dumm und großartig zugleich und der Sex-Part... oh my, oh my... der musste zum ersten Mal nachgestellt werden.<br />
<br />
The One with the Prom Video | Was von der Schulzeit blieb, war ein überdurchschnittlich guter Abschluss und ein peinliches Prom Video, auf das Maeves Mum bestanden hatte. Jahre später sollte das Töchterchen dieses im Anflug von Wut zerstören, kurz darauf trennte sie sich von Riley. Bis es aber zum großen Break-Up kam, zog das Paar nach London. Zunächst Maeve, die dort einen Studienplatz im Bereich Finance ergattert hatte und einige Zeit später zog ihr Kerl nach. Einfach so, weil er es wollte - und sie auch. Die Hauptstadt war das reinste Abenteuer. Ein El Dorado voller Möglichkeiten, viel viel viel zu teuer und das Rattenloch einer Wohnung eine Zumutung, aber wer in love ist, den störte so etwas nicht. Für Maeve war ihr Weg klar: Zunächst Bachelor, dann Master. Dann ein Job in einem angesehenen Unternehmen. Riley war leider weniger zielstrebig, was zu einem ihrer regelmäßigen Streitpunkte wurde. Zwar jobbte er immer irgendwas, aber die Planlosigkeit brachte Maeve zum Kochen. Auch ihr Schubs in die richtige Verlagsrichtung trug keine längerfristigen Früchte, so'n Scheiß. Wollte man mit solch einem Mann eine Zukunft planen? Worte, die man nicht zurücknehmen konnte, wurden wie Bomben auf dem jeweils anderen abgeworfen und irgendwann... da erlebten sie ihr persönliches Hiroshima. Ende Gelände. <br />
<br />
The One with the Ultimate Fighting Champion | Nachdem Maeve ihren Ex aus ihrer Bude gekickt hatte, begann eine Zeit voll Herzschmerz und Unzufriedenheit. In ihrem persönlichen First-Aid-Kit befanden sich Ben & Jerry's, Schnaps und Gras. Die beiden letzteren zeigte sich beim Lernen für die Klausuren als hinderlich, was folglich den Missmut weiter schürte und einen Teufelskreis - inklusive Kneipenschlägerei und Übernachtung in einer Ausnüchterungszelle - zur Folge hatte. Erst die Gelegenheitsvögelei mit einem Kommilitonen brachte Maeve auf den richtigen Weg zurück und weil der Typ auch abseits von Laken und Hörsaal ganz durfte war, kamen sie nach einigen vereinten Orgasmen schließlich doch noch zusammen. <br />
<br />
The One with the Ring | Ein abgeschlossenes Studium mit Bestnote, gemeinsame Urlaubsreisen mit dem Liebsten und endlich eine neue Wohnung: Maeve war happy. Und als sie dann noch die Zusage für ihren Wunschjob erhielt, war das Glück perfekt. Beim Familienessen, zu dem sie zur Feier ihres ersten Gehaltchecks eingeladen hatte, ließ sich die damals 29-Jährige dazu hinreißen, ihrem Freund Jackson Branagh die Frage alle Fragen zu stellen: "Willst du mich heiraten?" Boooooom! Selbst ist die Frau. Die Antwort ließ unerträglich lange auf sich warten, lautete aber glücklicherweise "Jo, ich will". Glückwunsch, wa? Witzigerweise entwickelte sich Maeve, die sich im Normalfall darüber lustig gemacht hätte, zu einer wahren Bridezilla. Sie wollte die Kontrolle über alle Einzelheiten der Planung ihrer Hochzeit, die sie sich eigentlich so nie erträumt hatte. Anstatt mit Chucks, einem schwarzem Kleid, zugedröhnt und einer Dose Bier in der Hand, wie sie es sich mit ihrer Jugendliebe Riley einst ausgemalt hatte, stand die frischgebackene Mrs Branagh im Spätsommer 2012 in einer weißen A-Linie vor dem Altar und schwitzte nervöse Flecken in ihren teuren Dress.<br />
<br />
The One Where the Stripper Cries | Spoiler Alert: Das Ehepaar Branagh lebte nicht <i>happily ever after</i> und bis dass der Tod sie schied zusammen. Der Anfang vom Ende war ein schleichender Prozess. Die Erkenntnis, dass Jackson nie der Sparringspartner gewesen war, den Maeve brauchte, damit sie ihm nicht auf dem Kopf rumtanzte, kam viel zu spät, doch die Verheiratete wollte so sehr, dass es funktionierte, dass sie zu vielen Kompromissen bereit war. Sie ließ das mit den illegalen Substanzen und verzichtete Jack zuliebe auf Fleisch. Oder wohl eher: Sie tat so, als ob sie auf Fleisch verzichtete und konsumierte es nur, wenn sie alleine war. Tatsächlich war ihr Mann oft auf Geschäftsreisen, sodass sie das Leben als Strohwitwe voll und ganz auskostete. Als er seinen Job wechselte und fortan nach Feierabend immer Zuhause war, wurde es schwieriger. Die einstige lodernde Leidenschaft wurde mit den Jahren weniger und - <i>flash forward</i> - eines Tages waren es die platonischen Gefühle, die die romantische Liebe verdrängt hatten. C'est la fuckin' vie. Die finale Einsicht als Ehepaar gescheitert zu sein, kam Maeve in einem Strip Club, in den sie ihren Mann und ein paar Freunde begleitet hatte und beide heulten nach 2 Litern Bier gemeinsam mit einer der leichtbekleideten Tänzerinnen um die Wette, die ihren Freund kürzlich beim Fremdgehen erwischt hatte. Ginge es würdeloser? Um die räumliche Trennung hinauszuzögern, entschied sich das Ex-Paar dafür, als WG-Kumpel zusammen wohnen zu bleiben. Aus der vorübergehenden Lösung wurden zehn Monate, was solange funktionierte, bis Jackson eine neue Freundin fand. Das ertrug Maeves Ego nur schwer und es wurde nervenaufreibender, als sie sich beim Kampf um den Londoner Wohnungsmarkt wieder und wieder geschlagen geben musste. Also stand eine Entscheidung an: Sich weiter stressen oder die Möglichkeit wahrnehmen, sich eine wohlverdiente Auszeit zu nehmen. Letzteres klang hervorragend, weshalb vier Wochen Urlaub und ein Ticket in die USA gebucht wurden. Go West(küstentour)! <br />
<br />
Während ihres Trips wurde sich die heute 35-Jährige einiger Dinge klar: 1) Die Amis spinnen mit ihrer Waffenliebe, 2) Justin Biebers Radiostimme kommt beim Autofahren peinlicherweise gut, 3) Fake-Elvises sind hot, 4) M³ = Maeve misses Manchester. <br />
<br />
Nach ihrer Heimkehr ins Vereinigte Königreich ging sie das Projekt Umzug relativ schnell an, auch wenn es weitere zwei Monate dauern sollte, bis die Koordination abgeschlossen war. Maeves Firma erlaubte ihr als Finance Queen ins Manchester Office umzusiedeln und bis ihre neue Bleibe einzugsbereit ist, wird sie bei ihren Eltern unterkommen. Ihr Hab und Gut wurde in einer Lager Box verstaut und wartet dort darauf abgeholt zu werden. Maeves Erwartungen an die Heimat sind simple: Spiel, Spaß und Spannung. Vielleicht gibt es auch die eine oder andere Überraschung? For old times' sake wird sie dem einen oder anderen alten Freund wieder auf den Sack gehen. Manche hatten - wie sie hörte - bereits Kinder. Eww. Wieso tat man sich bloß so etwas an?<br />
</div></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="p1 stecki"><div class="p2">Maeve Branagh, née Jones</div><div class="p3">Motherf*cker - Fake Vegetarian Ex-Girlfriend </div><div class="ph1"><div class="ph2"><div class="p9">„</div><div class="p10"></div></div><img src="https://abload.de/img/maevekkjun.jpg"></div>
<div class="p4">
<table><tr><td class="p6">
<div class="feldu" style="width: 150px; margin-left: 5px;" >Sassy</div>
<div class="feldb2"><span class="bvpr">Alter // </span>35 Jahre</div><div class="feldb2" ><span class="bvpr">Job // </span>Zahlenjongleuse</div><div class="feldb2"><span class="bvpr"><s>Pizza</s>  //</span> BACON BURGER !!!</div><div class="feldb2"><span class="bvpr">Ava // </span>Aisling Bea</div>
</td>
<td><div class="p7"><div class="p5-2"><img src="https://abload.de/img/mj0njpc.gif" style="margin: 10px; height: 50px; width: 70px;"></div>Meh… Mäh… Maeve! Ein Pfundskerl von Frau, bisweilen aber so nervtötend, wie ein Kind in seiner Trotzphase. Kein Wunder, dass sie ein Einzelbüro ihr Eigen nennen darf, wo sie als Zahlenjongleuse irgendwelche wichtigen Finanzen wuppt. Sie kann laut & derb sein, doch bricht erst ihre Liebenswürdigkeit aus ihr heraus, dann Holla die Waldfee! Es ist für sie total legitim zweifelhafte Rom-Coms mit Kitschy End zu hassen, dafür aber als Ed Sheeran Ultra alle seine Schmonzetten mit ehrlicher Inbrunst mitzuschmettern. Ihren hohen IQ lässt die 35-Jährige wahlweise mit triefender Arroganz raushängen oder beschmutzt ihn bis zur Unkenntlichkeit mit tölpelhaftem Benehmen und fragwürdigen Entscheidungen. Darauf nen Schnaps! Das mit der Ehe war irgendwie nix, weshalb die Single Lady (<i>now put your hands up</i>) ihrer vorübergehenden Heimat London den Rücken gekehrt hat und ein neues altes Kapitel öffnet: Hello again, Manchester. Nice to... ah, fuck it.</div> </td>
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<div class="p8">Family is my 2nd Favourite F-Word.</div>
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Es war einmal eine Sekretärin namens Janet (inzwischen 57 Jahre), die einen Bauarbeiter namens Stephen (inzwischen 58 Jahre) für sein ausladendes Hintern-Dekolleté bewundert hat. Nach sechs Dates wurden die beiden ein Paar und ihre Liebe wurde im Jahr 1983 - natürlich nach der Hochzeit, soviel Anstand musste sein - mit der Geburt ihrer Prinzessin Maeve gekrönt. Schon früh war klar, dass das Töchterchen vom Wesen her nach dem Papa schlägt, denn bereits im zarten Alter von sechs Jahren konnte sie fluchen wie ein alter Kesselflicker. Die Jones' sind nach wie vor eine klassische Arbeiterfamilie und fleißig schuftende Leute. Dass Maeve durch ihr sehr kluges Köpfchen aus der Norm schlägt, macht Mum und Dad sehr stolz und sie nahmen sogar einen Kredit auf, damit sie in London studieren konnte. Zwar verstehen sie nicht wirklich, womit sie ihre Brötchen verdient, aber sie können von Stolz sagen, dass der berufliche Weg sie... oh!... seit kurzem wieder zurück nach Manchester geführt hat? Genau - das ehemalige temporäre London Girl wohnt derzeit in ihrem alten Kinderzimmer, bis ihre neue Bleibe renoviert und einzugsbereit ist. Könnte an der finalen Trennung von ihrem Ehemann liegen. Tja, darauf einen Kurzen. Oder auch zwei - drei - vier.<br />
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<div class="p8">You are what you eat, but I don't remember eating a fucking legend.</div>
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» hat einen IQ von 140 » löst Probleme mit Schnick-Schnack-Schnuck » quasselt ohne Punkt und Komma; genießt in besonderen Momenten aber auch das Schweigen » hat ein großes Herz, in dem alle ihre Lieblingsmenschen reichlich Platz haben » klopft niemals an und fällt somit nicht selten mit der metaphorischen Tür ins Haus » ist ordnungsliebend und verehrt Marie Kondō wie eine Gottheit » trägt mit ihren 166 cm den Beinamen <i>garstiger Hobbit</i> » hat eine blühende Fantasie, findet jedoch manchmal nicht die richtigen Worte dafür » kann äußerst respektlos sein, aber ist dies niemals gegenüber älteren Menschen » hätte eine goldene Olympia-Medaille im Fettnäpfchenwetthüpfen verdient » verirrt sich mehrmals täglich in ihrem eigenen Gedankenirrgarten » bevorzugt derben Humor und hat ihr freches Mundwerk von ihrem Dad geerbt » grunzt beim Lachen » wird passiv-aggressiv, wenn sie beleidigt ist - und das geht schnell » igelt sich ein, wenn sie sich emotional verletzt fühlt » zelebriert ihre Schadenfreude anderen gegenüber auf eine unausstehliche Art und Weise » steht auf Partys gerne im Mittelpunkt und hat einen <i>very dorky</i> Tanzstil » kann ganz passable twerken, wenn sie der Beat packt » ist hart im Nehmen, außer sie hat einen Kater des Todes, dann schwimmt sie in Selbstmitleid » liebt mit Leib und Seele und jeder Faser ihres Daseins und sagt die magischen drei Worte auch nur, wenn sie sie so meint » steht auf Versöhnungssex » besucht jedes Jahr das Pferderennevent Royal Ascot und gibt Unsummen für eine neue, außergewöhnliche Kopfbedeckung aus » verbringt Sonntage gern im Bett - mit Frühstück, Netflix, Tee, Burger, Wein » ist nicht sonderlich konsequent » hat Angst vor Kindern, weil die so unberechenbar sind und meidet sie daher wie Vampire das Weihwasser » trifft manchmal fragwürdige Entscheidungen ohne erklärlichen Grund, findet dann allerdings nicht mehr den Weg zurück » ist grundsätzlich ein früher Vogel UND eine Nachteule und kann von Glück sagen, dass sie nicht viel Schlaf braucht<br />
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<div class="p8">MBBL [= Maeve Branaghs Bucket List] 4ever</div>
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☐ Ein Bier mit Ed Sheeran trinken<br />
✓ Muse eines exzentrischen Performance-Künstlers sein<br />
✓ Betrunken im Fontana di Trevi baden<br />
✓ Eine Nacht in einer Ausnüchterungszelle verbringen<br />
✓ Nasenflöte spielen können<br />
✓ Gegen einen Computer im Schach gewinnen<br />
✓ Namensgeberin für ein alkoholisches Gesöff werden<br />
☐ Mitglied des Mile-High-Clubs werden<br />
✓ Einen Twat-Shot [versehentlich?] an die falsche Person schicken<br />
☐ Einen Glückskeks in Peking essen<br />
✓ In einer Fachzeitschrift veröffentlicht werden<br />
✓ Einen Heiratsantrag <s>bekommen</s> machen<br />
✓ Die Midlife-Crisis vor 50 erreichen<br />
☐ Die To-Do-Liste verbrennen<br />
tbc.<br />
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<div class="p8">Love, life and other acts of violence.</div>
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The One Where It All Began | Maeve denkt recht gern an ihre Kindheit zurück, denn die war ganz schön OK. Zum Glück gab es damals noch keine sozialen Medien, sodass sie gar nicht mitbekam, was sie alles verpasste und es gab somit auch nicht die Möglichkeit, unvorteilhafte Fotos ihres dicken Hinterns im Netz zu verbreiten. Ihren Babyspeck verlor sie nämlich erst mit 17 Jahren, beinah zeitgleich mit ihrer Unschuld, die sie ihrem damaligen Boyfriend Riley vor dem Schulabschluss geschenkt hatte. Im Nachhinein war das Kennenlernen der beiden fast schon filmreif. Er, der irische Loser mit dem Kopf in der Kloschüssel. Sie, die arrogante Nerdin, die niemanden ihre perfekte Hausaufgaben abschreiben ließ und sich in den Pausen in den Toiletten rumdrückte, weil ihr dort niemand auf die Eierstöcke ging. Beide verband ihre Nicht-Beliebtheit, die sie letztlich zu einem starken Team zusammenwachsen ließ. Keinem anderen ihrer männlichen Mitschüler zeigte Maeve die weiche Seite hinter ihrer kratzbürstigen Fassade und der Tag, an dem sie offiziell <i>sein</i> Mädchen wurde, war schöner als alle 1+ mit Sternchen zusammen. Caesar und Cleopatra. Romeo und Julia. Riley und Maeve. Kitschig as fuck - aber zumindest starb in dieser modernen Love Story niemand. Die Beziehung der beiden war weniger romantisch, als in den handelsüblichen Schnulzen, aber wer sich gemeinsam die Seele aus dem Hals kotzte und zugedröhnt ein Schaf <s>stahl</s> befreite, der schrieb seine eigene Liebesgeschichte. Apropos: Während Maeve ihre Emotionen in - wie sie sagt - 1A Poesie ausdrückte, war Riley talentierter im Verfassen eines heißen Liebesdings. Dumm und großartig zugleich und der Sex-Part... oh my, oh my... der musste zum ersten Mal nachgestellt werden.<br />
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The One with the Prom Video | Was von der Schulzeit blieb, war ein überdurchschnittlich guter Abschluss und ein peinliches Prom Video, auf das Maeves Mum bestanden hatte. Jahre später sollte das Töchterchen dieses im Anflug von Wut zerstören, kurz darauf trennte sie sich von Riley. Bis es aber zum großen Break-Up kam, zog das Paar nach London. Zunächst Maeve, die dort einen Studienplatz im Bereich Finance ergattert hatte und einige Zeit später zog ihr Kerl nach. Einfach so, weil er es wollte - und sie auch. Die Hauptstadt war das reinste Abenteuer. Ein El Dorado voller Möglichkeiten, viel viel viel zu teuer und das Rattenloch einer Wohnung eine Zumutung, aber wer in love ist, den störte so etwas nicht. Für Maeve war ihr Weg klar: Zunächst Bachelor, dann Master. Dann ein Job in einem angesehenen Unternehmen. Riley war leider weniger zielstrebig, was zu einem ihrer regelmäßigen Streitpunkte wurde. Zwar jobbte er immer irgendwas, aber die Planlosigkeit brachte Maeve zum Kochen. Auch ihr Schubs in die richtige Verlagsrichtung trug keine längerfristigen Früchte, so'n Scheiß. Wollte man mit solch einem Mann eine Zukunft planen? Worte, die man nicht zurücknehmen konnte, wurden wie Bomben auf dem jeweils anderen abgeworfen und irgendwann... da erlebten sie ihr persönliches Hiroshima. Ende Gelände. <br />
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The One with the Ultimate Fighting Champion | Nachdem Maeve ihren Ex aus ihrer Bude gekickt hatte, begann eine Zeit voll Herzschmerz und Unzufriedenheit. In ihrem persönlichen First-Aid-Kit befanden sich Ben & Jerry's, Schnaps und Gras. Die beiden letzteren zeigte sich beim Lernen für die Klausuren als hinderlich, was folglich den Missmut weiter schürte und einen Teufelskreis - inklusive Kneipenschlägerei und Übernachtung in einer Ausnüchterungszelle - zur Folge hatte. Erst die Gelegenheitsvögelei mit einem Kommilitonen brachte Maeve auf den richtigen Weg zurück und weil der Typ auch abseits von Laken und Hörsaal ganz durfte war, kamen sie nach einigen vereinten Orgasmen schließlich doch noch zusammen. <br />
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The One with the Ring | Ein abgeschlossenes Studium mit Bestnote, gemeinsame Urlaubsreisen mit dem Liebsten und endlich eine neue Wohnung: Maeve war happy. Und als sie dann noch die Zusage für ihren Wunschjob erhielt, war das Glück perfekt. Beim Familienessen, zu dem sie zur Feier ihres ersten Gehaltchecks eingeladen hatte, ließ sich die damals 29-Jährige dazu hinreißen, ihrem Freund Jackson Branagh die Frage alle Fragen zu stellen: "Willst du mich heiraten?" Boooooom! Selbst ist die Frau. Die Antwort ließ unerträglich lange auf sich warten, lautete aber glücklicherweise "Jo, ich will". Glückwunsch, wa? Witzigerweise entwickelte sich Maeve, die sich im Normalfall darüber lustig gemacht hätte, zu einer wahren Bridezilla. Sie wollte die Kontrolle über alle Einzelheiten der Planung ihrer Hochzeit, die sie sich eigentlich so nie erträumt hatte. Anstatt mit Chucks, einem schwarzem Kleid, zugedröhnt und einer Dose Bier in der Hand, wie sie es sich mit ihrer Jugendliebe Riley einst ausgemalt hatte, stand die frischgebackene Mrs Branagh im Spätsommer 2012 in einer weißen A-Linie vor dem Altar und schwitzte nervöse Flecken in ihren teuren Dress.<br />
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The One Where the Stripper Cries | Spoiler Alert: Das Ehepaar Branagh lebte nicht <i>happily ever after</i> und bis dass der Tod sie schied zusammen. Der Anfang vom Ende war ein schleichender Prozess. Die Erkenntnis, dass Jackson nie der Sparringspartner gewesen war, den Maeve brauchte, damit sie ihm nicht auf dem Kopf rumtanzte, kam viel zu spät, doch die Verheiratete wollte so sehr, dass es funktionierte, dass sie zu vielen Kompromissen bereit war. Sie ließ das mit den illegalen Substanzen und verzichtete Jack zuliebe auf Fleisch. Oder wohl eher: Sie tat so, als ob sie auf Fleisch verzichtete und konsumierte es nur, wenn sie alleine war. Tatsächlich war ihr Mann oft auf Geschäftsreisen, sodass sie das Leben als Strohwitwe voll und ganz auskostete. Als er seinen Job wechselte und fortan nach Feierabend immer Zuhause war, wurde es schwieriger. Die einstige lodernde Leidenschaft wurde mit den Jahren weniger und - <i>flash forward</i> - eines Tages waren es die platonischen Gefühle, die die romantische Liebe verdrängt hatten. C'est la fuckin' vie. Die finale Einsicht als Ehepaar gescheitert zu sein, kam Maeve in einem Strip Club, in den sie ihren Mann und ein paar Freunde begleitet hatte und beide heulten nach 2 Litern Bier gemeinsam mit einer der leichtbekleideten Tänzerinnen um die Wette, die ihren Freund kürzlich beim Fremdgehen erwischt hatte. Ginge es würdeloser? Um die räumliche Trennung hinauszuzögern, entschied sich das Ex-Paar dafür, als WG-Kumpel zusammen wohnen zu bleiben. Aus der vorübergehenden Lösung wurden zehn Monate, was solange funktionierte, bis Jackson eine neue Freundin fand. Das ertrug Maeves Ego nur schwer und es wurde nervenaufreibender, als sie sich beim Kampf um den Londoner Wohnungsmarkt wieder und wieder geschlagen geben musste. Also stand eine Entscheidung an: Sich weiter stressen oder die Möglichkeit wahrnehmen, sich eine wohlverdiente Auszeit zu nehmen. Letzteres klang hervorragend, weshalb vier Wochen Urlaub und ein Ticket in die USA gebucht wurden. Go West(küstentour)! <br />
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Während ihres Trips wurde sich die heute 35-Jährige einiger Dinge klar: 1) Die Amis spinnen mit ihrer Waffenliebe, 2) Justin Biebers Radiostimme kommt beim Autofahren peinlicherweise gut, 3) Fake-Elvises sind hot, 4) M³ = Maeve misses Manchester. <br />
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Nach ihrer Heimkehr ins Vereinigte Königreich ging sie das Projekt Umzug relativ schnell an, auch wenn es weitere zwei Monate dauern sollte, bis die Koordination abgeschlossen war. Maeves Firma erlaubte ihr als Finance Queen ins Manchester Office umzusiedeln und bis ihre neue Bleibe einzugsbereit ist, wird sie bei ihren Eltern unterkommen. Ihr Hab und Gut wurde in einer Lager Box verstaut und wartet dort darauf abgeholt zu werden. Maeves Erwartungen an die Heimat sind simple: Spiel, Spaß und Spannung. Vielleicht gibt es auch die eine oder andere Überraschung? For old times' sake wird sie dem einen oder anderen alten Freund wieder auf den Sack gehen. Manche hatten - wie sie hörte - bereits Kinder. Eww. Wieso tat man sich bloß so etwas an?<br />
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