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		<title><![CDATA[Lost the plot - Pssssht! Shut your mouth! ]]></title>
		<link>https://www.losttheplot.de/</link>
		<description><![CDATA[Lost the plot - https://www.losttheplot.de]]></description>
		<pubDate>Mon, 20 Apr 2026 13:02:15 +0000</pubDate>
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			<title><![CDATA[this is why we dont praise the men in charge before opening night]]></title>
			<link>https://www.losttheplot.de/showthread.php?tid=2648</link>
			<pubDate>Mon, 02 Feb 2026 23:36:11 +0100</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.losttheplot.de/member.php?action=profile&uid=560">Selva Hamadi-Marsh</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.losttheplot.de/showthread.php?tid=2648</guid>
			<description><![CDATA[Eigentlich hatte sie sich ja vorgenommen, nicht lange zu bleiben. Nur einen kurzen Abstecher in die Probe machen - Präsenz zeigen, ein Gefühl für die Stimmung und den Stand der Dinge zu bekommen, und dann zurück in ihr Büro. Immerhin würden sich weder die Pressemitteilungen, noch der Finanzplan von selbst schreiben, egal wie gern sie manchmal lieber wieder selbst auf der Bühne stehen und den Papierkram lieber abgeben würde. Aber da sich nichts davon alleine oder ohne sie machte, sollte es nur ein kurzer Besuch der Probe sein und dann wollte sie ihre ellenlange und stetig wachsende To-Do-Liste weiter abarbeiten. So war zumindest der Plan gewesen. In der Praxis hatte sie fast zwei Stunden auf einem der hinteren Stühle gesessen - Jacke über’m Arm, Kinn auf der Hand abgestützt - und hatte die Probe beobachtet. <br />
<br />
– Shakespeare-Stücke, das waren Klassiker. Egal ob traditionelle Aufführungen, die in Text, Stimmung und Kostüm nahe am Original blieben oder die “frei-nach”-Adaptionen, die ihre eigenen Schwerpunkte legten, die Shakespeare ins Jetzt oder in die Zukunft holen, die provozieren, aufregen, inspirieren wollen - egal, Shakespeare war immer ein Klassiker und lockte Zuschauer an. Die, die sonst von Theater keinen Schimmer hatten, konnten da zumindest an die Zeit zurück denken, als sie noch die Schulbank drücken mussten, und sagen ah ja, Shakespeare, da klingelt doch was. Shakespeare war also immer eine safe bet, was den Spielplan anging. Umso mehr mit Gast-Regisseuren, die von anderen Häusern in den Himmel gelobt werden, zumindest hatte sie das gehofft. Gab’s bestimmt nen passendes Sprichwort zu, so a la Lobe den Tag nicht vor dem Abend, nur halt - lobe den Regisseur nicht vor der Aufführung? Steck’ nicht zu viel Hoffnung in ach-so-tolle Regisseure, die ankündigen, Shakespeare einen ganz neuen Glanz zu verpassen, bevor - ach, eigentlich auch egal. Fakt war, dass halt offensichtlich nicht alles so glatt lief, wie sie sich das gedacht hatte. Gehofft hatte. <br />
<br />
Das schlimmste daran? Ist noch keiner zu ihr gekommen um sich zu beschweren. Und das obwohl recht offensichtlich was in der Luft liegt. Denn Selva ist nicht blind. Diese Anspannung, die war schon bei der ersten Leseprobe offensichtlich gewesen. Aber Selva hatte selber oft genug an solchen Tischen zu solchen Proben gesessen; ein neues, unvertrautes Skript vor der Nase und einen ebenso neuen, unvertrauten Regisseur, der plötzlich den Ton angeben sollte. Da ist man angespannt, unsicher, skeptisch. Man muss halt warm werden, miteinander. Wird schon, hatte sie sich vor all’ den Wochen gesagt. Und obwohl sie sich schon wochenlang vorgenommen hatte, endlich mal einer Probe beizuwohnen, nur um mal einen Blick hinein zu werfen und zu schauen, wie es so läuft - hatte sie es doch immer wieder aufgeschoben. Da war doch eine neue Ausschreibung, ein neuer Fördermittelantrag, eine neue Finanzplanung … Die Aufgaben einer Intendantin waren doch, wer hätte es gedacht, fordernd. Und so hatte es nun doch eine Weile gedauert, bis sie es zu einer Probe geschafft hatte - zum Glück aber endlich, denn die Stimmung schien alles andere als harmonisch und Selva hatte sich doch so fest vorgenommen, als Intendantin einiges besser zu machen, als ihr Vorgänger. <br />
<br />
Erst gegen Ende der Probe hatte sie sich hinaus gestohlen - ohne was zu sagen. Jetzt saß sie in ihrem Büro, Licht gedimmt und Tür offen. Die vor sich geöffnete Finanzplanung des Quartals hatte sie jedoch seit einigen langen Minuten nicht mehr bearbeitet und ganz ehrlich fehlte ihr auch die Konzentration, um den zahllosen Nummern (ha, ha) noch irgendeinen weiteren Sinn zu entlocken. Vielleicht sollte sie doch nach Hause gehen? Überlegen, welchen Schauspielern sie am Ehesten eine ehrliche Meinung über den neuesten Gast-Regisseur und seine Arbeit entlocken konnte, ohne unprofessionell zu wirken? Seufzend fuhr sie sich durch die Haare, und war tatsächlich drauf und dran, für heute Feierabend zu machen - bis sie ein bekanntes Gesicht durch die offene Tür entdeckte. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Sookie!”</span> Ein Lächeln schlich sich auf ihre Lippen, während sie die Dramaturgin mit einem einladenden Winken ins Büro bat. Schnell hatte sie ihren Laptop zugeklappt und die Gedanken an das Budget in die hintersten Ecken ihres Bewusstseins verbannt. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Feierabend-Wein?”</span> Demonstrativ hielt sie eine Flasche guten Rotwein hoch, den sie erst letztens von einem Sponsor geschenkt bekommen hatte und der eigentlich - ja, aber halt nur eigentlich - zu schade war, um sich nun aus Frust hinter die Binde zu koppen. Aber Gesellschaft beim Trinken half und wenn sie ehrlich war, hatte sie Zuhause einen halben Schrank voll teurer Wein- und Sektflaschen, die sie immer mit dem Gedanken ‘<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">ach, heb ich für einen besonderen Anlass auf</span>’ beiseite stellte. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Komm’, rette mich bitte vor bösen, bösen Zahlen und erzähl’ mir von den Proben.”</span> Ein unschuldiges Lächeln auf den Lippen, als würde sie hier nicht gerade ziemlich offensichtlich nach Gossip fischen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Eigentlich hatte sie sich ja vorgenommen, nicht lange zu bleiben. Nur einen kurzen Abstecher in die Probe machen - Präsenz zeigen, ein Gefühl für die Stimmung und den Stand der Dinge zu bekommen, und dann zurück in ihr Büro. Immerhin würden sich weder die Pressemitteilungen, noch der Finanzplan von selbst schreiben, egal wie gern sie manchmal lieber wieder selbst auf der Bühne stehen und den Papierkram lieber abgeben würde. Aber da sich nichts davon alleine oder ohne sie machte, sollte es nur ein kurzer Besuch der Probe sein und dann wollte sie ihre ellenlange und stetig wachsende To-Do-Liste weiter abarbeiten. So war zumindest der Plan gewesen. In der Praxis hatte sie fast zwei Stunden auf einem der hinteren Stühle gesessen - Jacke über’m Arm, Kinn auf der Hand abgestützt - und hatte die Probe beobachtet. <br />
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– Shakespeare-Stücke, das waren Klassiker. Egal ob traditionelle Aufführungen, die in Text, Stimmung und Kostüm nahe am Original blieben oder die “frei-nach”-Adaptionen, die ihre eigenen Schwerpunkte legten, die Shakespeare ins Jetzt oder in die Zukunft holen, die provozieren, aufregen, inspirieren wollen - egal, Shakespeare war immer ein Klassiker und lockte Zuschauer an. Die, die sonst von Theater keinen Schimmer hatten, konnten da zumindest an die Zeit zurück denken, als sie noch die Schulbank drücken mussten, und sagen ah ja, Shakespeare, da klingelt doch was. Shakespeare war also immer eine safe bet, was den Spielplan anging. Umso mehr mit Gast-Regisseuren, die von anderen Häusern in den Himmel gelobt werden, zumindest hatte sie das gehofft. Gab’s bestimmt nen passendes Sprichwort zu, so a la Lobe den Tag nicht vor dem Abend, nur halt - lobe den Regisseur nicht vor der Aufführung? Steck’ nicht zu viel Hoffnung in ach-so-tolle Regisseure, die ankündigen, Shakespeare einen ganz neuen Glanz zu verpassen, bevor - ach, eigentlich auch egal. Fakt war, dass halt offensichtlich nicht alles so glatt lief, wie sie sich das gedacht hatte. Gehofft hatte. <br />
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Das schlimmste daran? Ist noch keiner zu ihr gekommen um sich zu beschweren. Und das obwohl recht offensichtlich was in der Luft liegt. Denn Selva ist nicht blind. Diese Anspannung, die war schon bei der ersten Leseprobe offensichtlich gewesen. Aber Selva hatte selber oft genug an solchen Tischen zu solchen Proben gesessen; ein neues, unvertrautes Skript vor der Nase und einen ebenso neuen, unvertrauten Regisseur, der plötzlich den Ton angeben sollte. Da ist man angespannt, unsicher, skeptisch. Man muss halt warm werden, miteinander. Wird schon, hatte sie sich vor all’ den Wochen gesagt. Und obwohl sie sich schon wochenlang vorgenommen hatte, endlich mal einer Probe beizuwohnen, nur um mal einen Blick hinein zu werfen und zu schauen, wie es so läuft - hatte sie es doch immer wieder aufgeschoben. Da war doch eine neue Ausschreibung, ein neuer Fördermittelantrag, eine neue Finanzplanung … Die Aufgaben einer Intendantin waren doch, wer hätte es gedacht, fordernd. Und so hatte es nun doch eine Weile gedauert, bis sie es zu einer Probe geschafft hatte - zum Glück aber endlich, denn die Stimmung schien alles andere als harmonisch und Selva hatte sich doch so fest vorgenommen, als Intendantin einiges besser zu machen, als ihr Vorgänger. <br />
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Erst gegen Ende der Probe hatte sie sich hinaus gestohlen - ohne was zu sagen. Jetzt saß sie in ihrem Büro, Licht gedimmt und Tür offen. Die vor sich geöffnete Finanzplanung des Quartals hatte sie jedoch seit einigen langen Minuten nicht mehr bearbeitet und ganz ehrlich fehlte ihr auch die Konzentration, um den zahllosen Nummern (ha, ha) noch irgendeinen weiteren Sinn zu entlocken. Vielleicht sollte sie doch nach Hause gehen? Überlegen, welchen Schauspielern sie am Ehesten eine ehrliche Meinung über den neuesten Gast-Regisseur und seine Arbeit entlocken konnte, ohne unprofessionell zu wirken? Seufzend fuhr sie sich durch die Haare, und war tatsächlich drauf und dran, für heute Feierabend zu machen - bis sie ein bekanntes Gesicht durch die offene Tür entdeckte. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Sookie!”</span> Ein Lächeln schlich sich auf ihre Lippen, während sie die Dramaturgin mit einem einladenden Winken ins Büro bat. Schnell hatte sie ihren Laptop zugeklappt und die Gedanken an das Budget in die hintersten Ecken ihres Bewusstseins verbannt. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Feierabend-Wein?”</span> Demonstrativ hielt sie eine Flasche guten Rotwein hoch, den sie erst letztens von einem Sponsor geschenkt bekommen hatte und der eigentlich - ja, aber halt nur eigentlich - zu schade war, um sich nun aus Frust hinter die Binde zu koppen. Aber Gesellschaft beim Trinken half und wenn sie ehrlich war, hatte sie Zuhause einen halben Schrank voll teurer Wein- und Sektflaschen, die sie immer mit dem Gedanken ‘<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">ach, heb ich für einen besonderen Anlass auf</span>’ beiseite stellte. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Komm’, rette mich bitte vor bösen, bösen Zahlen und erzähl’ mir von den Proben.”</span> Ein unschuldiges Lächeln auf den Lippen, als würde sie hier nicht gerade ziemlich offensichtlich nach Gossip fischen.]]></content:encoded>
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			<title><![CDATA[it's not lästern if it's produktives Arbeitsgespräch]]></title>
			<link>https://www.losttheplot.de/showthread.php?tid=2559</link>
			<pubDate>Tue, 20 May 2025 00:19:40 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.losttheplot.de/member.php?action=profile&uid=541">Sookie Moon</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.losttheplot.de/showthread.php?tid=2559</guid>
			<description><![CDATA[Okay. Mit zusammengekniffenen Zähnen starrte Sookie auf die Bühne; dass sie keinen Blick mehr in ihre Notizen werfen musste, hatte sie schon vor zwanzig Minuten beschlossen, denn offensichtlich hatte das der Regisseur auch nicht getan. Na gut, kein Problem. Sie wurde ja trotzdem bezahlt, versuchte sie sich dann immer einzureden. Nur wusste sie dann auch nicht, warum sie überhaupt hier saß, denn Input wollte man ja offensichtlich nicht. Weder von ihr, noch von irgendeinem anderen, wenn sie sich das Kuddelmuddel ansah, denn die Luft war so dick, dass sie sich kurz mit hämischem Grinsen fragte, ob sie hier in einer Probe oder am Essenstisch ihrer Eltern hockte. Dass sie nicht die einzige war, die nicht ganz mit dem Neuling funkte, war bei dieser Grundanspannung jedenfalls nicht zu übersehen, auch wenn die Genugtuung darüber auf professioneller Ebene ausblieb. Denn ehrlich, wenn man ein paar Jahre in diesem Beruf saß, dann kannte man das: Regisseure kamen mit ihrem Monsterego angetrabt und wehe, irgendjemand hinterfragt <i>die Vision</i>™. Schon gar keine blöde Dramaturgin, schon okay. Diskutieren musste sie nicht, dafür liefen genügend Projekte parallel, investierte sie halt weniger in dieses <span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">(und flüsterte dem Intendanten, dass der Prozess holprig war)</span>.<br />
Wenn sie jetzt wenigstens mit der Inszenierung funken würde, dann würde sie sich auch gar nicht beschweren. Aber was auch immer die artistische Vision war, in die sie nicht reingrätschen durfte, Sookie verstand sie nicht. Und wenn sie das nicht tat, als Person, die hier wohl am meisten Zeit mit diesem Text verbracht hatte, dann war das kein gutes Zeichen. Wild unterstrich Sookie eine Passage und markierte sie mit einem großen, gelben Fragezeichen an der Seite, auch wenn sie sich ziemlich sicher war, dass auch dieser Bericht unberührt auf dem Tisch liegen bleiben würden. Vielleicht erhöhte es die Chancen, wenn sie mit schleimigen Komplimenten anfing.<br />
<br />
Das Ende der Probe fühlte sich an wie die Pausenglocke nach einer Doppelstunde Biologieunterricht und etwa genauso sprang Sookie auf, um sich vom Acker zu machen. Allerdings konnte sie diese ungeklärte Anspannung jetzt auch nicht auf sich sitzen lassen. War schlecht fürs Stück (das war natürlich der einzige Grund). Nach kurzem obligatorischen <i>Ja und Amen</i> beim verehrten Herr Gastregisseur, hüpfte Sookie also auf direktem Wege zum ersten Schauspieler, den sie sich schnappen konnte und der sich nicht zu schade für ein bisschen Arbeitsaustausch (Tuschelei) war. <b>"Theo!"</b>, begrüßte sie ihn herzlich mit einer Umarmung. <b>"Du, ich, ein Spaßgetränk deiner Wahl?"</b> Der würde schon raffen, worauf sie hinaus wollte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Okay. Mit zusammengekniffenen Zähnen starrte Sookie auf die Bühne; dass sie keinen Blick mehr in ihre Notizen werfen musste, hatte sie schon vor zwanzig Minuten beschlossen, denn offensichtlich hatte das der Regisseur auch nicht getan. Na gut, kein Problem. Sie wurde ja trotzdem bezahlt, versuchte sie sich dann immer einzureden. Nur wusste sie dann auch nicht, warum sie überhaupt hier saß, denn Input wollte man ja offensichtlich nicht. Weder von ihr, noch von irgendeinem anderen, wenn sie sich das Kuddelmuddel ansah, denn die Luft war so dick, dass sie sich kurz mit hämischem Grinsen fragte, ob sie hier in einer Probe oder am Essenstisch ihrer Eltern hockte. Dass sie nicht die einzige war, die nicht ganz mit dem Neuling funkte, war bei dieser Grundanspannung jedenfalls nicht zu übersehen, auch wenn die Genugtuung darüber auf professioneller Ebene ausblieb. Denn ehrlich, wenn man ein paar Jahre in diesem Beruf saß, dann kannte man das: Regisseure kamen mit ihrem Monsterego angetrabt und wehe, irgendjemand hinterfragt <i>die Vision</i>™. Schon gar keine blöde Dramaturgin, schon okay. Diskutieren musste sie nicht, dafür liefen genügend Projekte parallel, investierte sie halt weniger in dieses <span style="font-size: x-small;" class="mycode_size">(und flüsterte dem Intendanten, dass der Prozess holprig war)</span>.<br />
Wenn sie jetzt wenigstens mit der Inszenierung funken würde, dann würde sie sich auch gar nicht beschweren. Aber was auch immer die artistische Vision war, in die sie nicht reingrätschen durfte, Sookie verstand sie nicht. Und wenn sie das nicht tat, als Person, die hier wohl am meisten Zeit mit diesem Text verbracht hatte, dann war das kein gutes Zeichen. Wild unterstrich Sookie eine Passage und markierte sie mit einem großen, gelben Fragezeichen an der Seite, auch wenn sie sich ziemlich sicher war, dass auch dieser Bericht unberührt auf dem Tisch liegen bleiben würden. Vielleicht erhöhte es die Chancen, wenn sie mit schleimigen Komplimenten anfing.<br />
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Das Ende der Probe fühlte sich an wie die Pausenglocke nach einer Doppelstunde Biologieunterricht und etwa genauso sprang Sookie auf, um sich vom Acker zu machen. Allerdings konnte sie diese ungeklärte Anspannung jetzt auch nicht auf sich sitzen lassen. War schlecht fürs Stück (das war natürlich der einzige Grund). Nach kurzem obligatorischen <i>Ja und Amen</i> beim verehrten Herr Gastregisseur, hüpfte Sookie also auf direktem Wege zum ersten Schauspieler, den sie sich schnappen konnte und der sich nicht zu schade für ein bisschen Arbeitsaustausch (Tuschelei) war. <b>"Theo!"</b>, begrüßte sie ihn herzlich mit einer Umarmung. <b>"Du, ich, ein Spaßgetränk deiner Wahl?"</b> Der würde schon raffen, worauf sie hinaus wollte.]]></content:encoded>
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