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		<title><![CDATA[Lost the plot - Sir, reporting high level of sass.]]></title>
		<link>https://www.losttheplot.de/</link>
		<description><![CDATA[Lost the plot - https://www.losttheplot.de]]></description>
		<pubDate>Mon, 21 Sep 2026 01:59:16 +0000</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[Me Porto Bonito]]></title>
			<link>https://www.losttheplot.de/showthread.php?tid=2705</link>
			<pubDate>Mon, 17 Aug 2026 16:00:20 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.losttheplot.de/member.php?action=profile&uid=550">Fernanda Gálvez</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.losttheplot.de/showthread.php?tid=2705</guid>
			<description><![CDATA[<div style="text-align: justify;" class="mycode_align">Wahrscheinlich wurden es diese Nacht keine Acht Stunden Schlaf, aber wie genau sollte man das schon nehmen, wenn man mit sich anbahnendem Muskelkater in die nächste Bar spazierte und einen die Nüsschen in Schalen die einzige Nahrungsquelle war. Sie sollten danach dringend was essen gehen, dachte Fernanda während sie an ihrem Gin Tonic nippte. Gin Tonic war sowas wie der weisse meinungslose Hintern jedes noch weisseren Briten. Den hatte sie nicht selbst bestellt, aber bezahlt bekommen, also nippte sie daran. Schon am Zweiten ehrlicherweise. Aber von Gin Tonic bekam man auch gar keinen Kater, weil der so blass war wie Weissbrot. Der ging im Magen einfach unter und man kippte den Nächsten. MC D. sättigte auch nicht. <b> «Callaita!»</b>, rief sie aus, als sie Miss People Pleaser Santos endlich auftauchte. Standort war ihr natürlich eh freigegeben, aber sie hatte vorher auch angerufen und gefragt, ob sie schon auf dem Weg in die Bar war. <br />
Fraglich war jetzt nur: War Taleía hier um sie abzuholen oder um mit Bad Bunny zu viben? Die Bar war nicht riesig aber die Stehtische luden dazu ein sich ein bisschen zu bewegen und das winzige Quadrat da hinter der einen Säule war wohl sowas wie eine Tanzfläche, die erst später eingeweiht wurde, wenn der Manchester<i>er</i> genug getrunken hatte. <b> «Hast du mir Deo mitgebracht?»</b>, das war die zweite Frage gewesen nach dem, bist du schon unterwegs. Denn sie war zwar geduscht, aber sie hatte sowohl ihren signature Duft, wie auch das Deo zuhause liegen lassen. <br />
Sie sah in Richtung Elena, nur kurz, dann wieder zu <b> «Talisita, du hast wirklich gar nichts verpasst»</b>, weil Fomo? Ausser vielleicht den kurzen Disput, den sie vor zwanzig Minuten mit Elena gehabt hatte, weil die schon die ganze Zeit an den Lippen von Mr. Ar-sch-jan hing, der sie vorher echt stark gemansplaint hatte. <b> «Ausser vielleicht! Kannst du dich an den Möbeltypen erinnern, den mit der Mutter»</b>, ja alle hatten Mütter, aber sie wusste schon. <b> «Der war da Trainer in dem Kurs und hui»</b>, sie fächerte sich kurz etwas Luft zu, <b> «die Arme, der Nacken… die Waden»</b>, besonders viel redete er noch immer nicht. Aber naja. <b> «Er meinte bis später, also siehst du ihn vielleicht noch»</b>, dann konnte sie abchecken, was es abzuchecken gab. <b> «Chisme, sag mir was sonst so los ist»</b>, sie schob ihr den Gin Tonic zu mit gehobenen Brauen und nun gänzlich abgedreht von ihrem vorherigen Gönner. Den Deo hatte sie schon wieder kurz vergessen. <br />
</div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align: justify;" class="mycode_align">Wahrscheinlich wurden es diese Nacht keine Acht Stunden Schlaf, aber wie genau sollte man das schon nehmen, wenn man mit sich anbahnendem Muskelkater in die nächste Bar spazierte und einen die Nüsschen in Schalen die einzige Nahrungsquelle war. Sie sollten danach dringend was essen gehen, dachte Fernanda während sie an ihrem Gin Tonic nippte. Gin Tonic war sowas wie der weisse meinungslose Hintern jedes noch weisseren Briten. Den hatte sie nicht selbst bestellt, aber bezahlt bekommen, also nippte sie daran. Schon am Zweiten ehrlicherweise. Aber von Gin Tonic bekam man auch gar keinen Kater, weil der so blass war wie Weissbrot. Der ging im Magen einfach unter und man kippte den Nächsten. MC D. sättigte auch nicht. <b> «Callaita!»</b>, rief sie aus, als sie Miss People Pleaser Santos endlich auftauchte. Standort war ihr natürlich eh freigegeben, aber sie hatte vorher auch angerufen und gefragt, ob sie schon auf dem Weg in die Bar war. <br />
Fraglich war jetzt nur: War Taleía hier um sie abzuholen oder um mit Bad Bunny zu viben? Die Bar war nicht riesig aber die Stehtische luden dazu ein sich ein bisschen zu bewegen und das winzige Quadrat da hinter der einen Säule war wohl sowas wie eine Tanzfläche, die erst später eingeweiht wurde, wenn der Manchester<i>er</i> genug getrunken hatte. <b> «Hast du mir Deo mitgebracht?»</b>, das war die zweite Frage gewesen nach dem, bist du schon unterwegs. Denn sie war zwar geduscht, aber sie hatte sowohl ihren signature Duft, wie auch das Deo zuhause liegen lassen. <br />
Sie sah in Richtung Elena, nur kurz, dann wieder zu <b> «Talisita, du hast wirklich gar nichts verpasst»</b>, weil Fomo? Ausser vielleicht den kurzen Disput, den sie vor zwanzig Minuten mit Elena gehabt hatte, weil die schon die ganze Zeit an den Lippen von Mr. Ar-sch-jan hing, der sie vorher echt stark gemansplaint hatte. <b> «Ausser vielleicht! Kannst du dich an den Möbeltypen erinnern, den mit der Mutter»</b>, ja alle hatten Mütter, aber sie wusste schon. <b> «Der war da Trainer in dem Kurs und hui»</b>, sie fächerte sich kurz etwas Luft zu, <b> «die Arme, der Nacken… die Waden»</b>, besonders viel redete er noch immer nicht. Aber naja. <b> «Er meinte bis später, also siehst du ihn vielleicht noch»</b>, dann konnte sie abchecken, was es abzuchecken gab. <b> «Chisme, sag mir was sonst so los ist»</b>, sie schob ihr den Gin Tonic zu mit gehobenen Brauen und nun gänzlich abgedreht von ihrem vorherigen Gönner. Den Deo hatte sie schon wieder kurz vergessen. <br />
</div>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[I know when that hotline bling]]></title>
			<link>https://www.losttheplot.de/showthread.php?tid=2701</link>
			<pubDate>Tue, 11 Aug 2026 19:21:09 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.losttheplot.de/member.php?action=profile&uid=550">Fernanda Gálvez</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.losttheplot.de/showthread.php?tid=2701</guid>
			<description><![CDATA[<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><b> «Stooooop it!»</b>, Nanda lehnte den Kopf nach hinten und grinste über ihre Schulter in Richtung ihrer Kollegin: <b> «ich schreib ihm jetzt. Er kommt schon, glaub mir… ich muss nur…»</b> sie rückte ihr Top so zurecht, dass es genug Bauch und Ausschnitt zeigte. Die tiefe Jeans lenkte gerade gut genug auf das Hervorblitzen ihrer Unterwäsche an der Seite. Sie war eine needy hoe. Und sie musste beweisen, dass Mortimer fucking Haycock (mit medium cock) antanzte, wenn sie einen heissen Snapchat startete und ihm sagte, wo sie war. <br />
Sie suchte den perfekten Winkel, entschied sich für dieses Kurzvideo und tat genau was sie sagte: Sie warf die Angel nach Mortimer aus. Danach gab es noch einen Tequilla und den Wodka-Mate nahm sie mit auf die Tanzfläche, weil sie nicht so lange stillsitzen konnte, bis sie bekam, was sie wollte. Oder eher bewies, was sie sich vorgestellt hatte. Nämlich, dass Mortimer nach der Duschnummer wieder stark in sie verliebt war. <br />
Und es dauerte nicht einmal 30 Minuten um genau das zu beweisen. <br />
30 Minuten in denen Nanda schon getwerkt und die ersten Drake-moves gebracht hatte – richtige Handbewegung und Mimik ein bisschen, als würde man sexy beim Toilettegehen aussehen wollen.  Sie hob die Hand als <i>you-used-to-call-me-on-my---</i> ansetzte und sie zur <i>I-know-when-that-hotline-bling</i> Gestik ansetze und auf ihn zutänzelte. <b> «Papí!»</b>, sie drehte eine Extra-Runde um ihn bevor sie ihre Hüfte gegen seine drückte und ihn kurz umarmte, <b> «me extrañaste»</b> Aber sowas von, sie winkte ihrer Kollegin zu und deutete auf Morts. Ihre Kollegin war jetzt ein freier Vogel. Sie konnte mit Mr.Pale-English-Boy nach Hause. Sie zog seine Finger in ihre, sich noch immer bewegend: <b> «Wo warst du?»</b> Bei einer zuhause, die er für sie stehen hat lassen? Sie hob beide Brauen – sie hatte was dagegen, aber dann auch nicht. Weil er fand sie geiler. Und das war es, was sie wissen musste. <br />
</div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="text-align: justify;" class="mycode_align"><b> «Stooooop it!»</b>, Nanda lehnte den Kopf nach hinten und grinste über ihre Schulter in Richtung ihrer Kollegin: <b> «ich schreib ihm jetzt. Er kommt schon, glaub mir… ich muss nur…»</b> sie rückte ihr Top so zurecht, dass es genug Bauch und Ausschnitt zeigte. Die tiefe Jeans lenkte gerade gut genug auf das Hervorblitzen ihrer Unterwäsche an der Seite. Sie war eine needy hoe. Und sie musste beweisen, dass Mortimer fucking Haycock (mit medium cock) antanzte, wenn sie einen heissen Snapchat startete und ihm sagte, wo sie war. <br />
Sie suchte den perfekten Winkel, entschied sich für dieses Kurzvideo und tat genau was sie sagte: Sie warf die Angel nach Mortimer aus. Danach gab es noch einen Tequilla und den Wodka-Mate nahm sie mit auf die Tanzfläche, weil sie nicht so lange stillsitzen konnte, bis sie bekam, was sie wollte. Oder eher bewies, was sie sich vorgestellt hatte. Nämlich, dass Mortimer nach der Duschnummer wieder stark in sie verliebt war. <br />
Und es dauerte nicht einmal 30 Minuten um genau das zu beweisen. <br />
30 Minuten in denen Nanda schon getwerkt und die ersten Drake-moves gebracht hatte – richtige Handbewegung und Mimik ein bisschen, als würde man sexy beim Toilettegehen aussehen wollen.  Sie hob die Hand als <i>you-used-to-call-me-on-my---</i> ansetzte und sie zur <i>I-know-when-that-hotline-bling</i> Gestik ansetze und auf ihn zutänzelte. <b> «Papí!»</b>, sie drehte eine Extra-Runde um ihn bevor sie ihre Hüfte gegen seine drückte und ihn kurz umarmte, <b> «me extrañaste»</b> Aber sowas von, sie winkte ihrer Kollegin zu und deutete auf Morts. Ihre Kollegin war jetzt ein freier Vogel. Sie konnte mit Mr.Pale-English-Boy nach Hause. Sie zog seine Finger in ihre, sich noch immer bewegend: <b> «Wo warst du?»</b> Bei einer zuhause, die er für sie stehen hat lassen? Sie hob beide Brauen – sie hatte was dagegen, aber dann auch nicht. Weil er fand sie geiler. Und das war es, was sie wissen musste. <br />
</div>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[caught up in the riptide]]></title>
			<link>https://www.losttheplot.de/showthread.php?tid=2691</link>
			<pubDate>Sat, 04 Jul 2026 23:44:00 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.losttheplot.de/member.php?action=profile&uid=544">Ronan Lynch</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.losttheplot.de/showthread.php?tid=2691</guid>
			<description><![CDATA[Es hätte alles anders laufen sollen, in den letzten Wochen. Das war eine Erkenntnis, die nur zu spät kommen konnte, das setzte sie voraus und trotzdem verzichtete sie in den seltensten Fällen auf den begleitenden Vorwurf, man hätte es anders machen müssen, man hätte es besser gewusst. Doch Ronan war zu sehr in sein eigenes Leben verstrickt gewesen, hatte sich mit Theo rumgeschlagen, seinem (nicht mehr ganz so) neuen Kollegen, den Ostervorbereitungen; hatte viele Gründe gefunden, sich nicht mit Josh herumschlagen zu müssen, der ihm immerhin beim gemeinsamen Osterfrühstück bei ihren Eltern gleichermaßen wenig zu sagen hatte als noch vor zehn Jahren. Möglicherweise hätte er sich mehr bemühen müssen, als der Bruder, der sein Leben geregelt hatte, und doch wusste Ronan ebenso, dass es vermutlich nichts geändert hatte. Der bloße Wille würde sie in diesem Leben nicht mehr zueinander führen — und selbst an dem scheiterte es von Seiten seines Halbbruders. Ein Wunder wäre nötig und dass die geschahen, wusste er als Mann des Glaubens zwar, doch war Ronan zu demütig, um Gottes Hand ausgerechnet in seiner Beziehung zu Josh zu erwarten. Er hatte ihn in seine Gebete aufgenommen, hatte ihm die Hand entgegengestreckt und die Tür offengehalten, selbst wenn er es in dem Wissen getan hatte, dass Josh seine Schwelle nicht passieren würde. Die Konfrontation mit Pat vor einigen Wochen hatte die Gewissheit vertieft, dass es auch bei ihm nicht anders sein würde. <br />
<br />
Und nun war es dafür auf gewisse Weise zu spät. Die Nachricht ereilte Ronan auf die gleiche Art wie vor sieben Jahren; zwischen Tür und Angel hatte er die aufgelöste Stimme seiner Mutter am Telefon und musste diesmal nicht lange rätseln, um zu wissen, worauf alles hinauslief, bevor sie es aussprach. Das Gefühl in seiner Brust war dennoch dasselbe wie damals in Oscott. Das jähe Ziehen, kaum gedämpft von dem zynischen <i>'Ich habe es doch gewusst'</i>, das niemandem zum Sieger kürte. Josh war zurück im Gefängnis und eigentlich hatte sich nichts verändert, für ihn immerhin nicht, der sich in den wenigen Wochen seiner Rückkehr keine Hoffnungen gemacht hatte, weil es dafür keinen Boden gab. Er hatte sich für ihn gefreut, für die Familie, hatte darüber hinaus aber nicht die Augen davor verschließen können, wie fatal Joshuas Lebensstil für eben diese Menschen und sich selbst sein würde, insbesondere auch für Pat, so viel hatte ihre Meinungsverschiedenheit im März verdeutlicht (Ronan vermied das Wort <i>Streit</i> so vehement, dass er darüber schon die eine oder andere Diskussion hatte führen müssen). Natürlich hatten sie sich darüber nicht ausgesprochen, so wie sie sich auch in der Vergangenheit nie ausgesprochen hatten und diese brillante Familientechnik hatte sich zwar bewährt, sie aber auch beide an genau diesen Ort gebracht, an dem sich zumindest Ronan nicht wohl fühlte. Warum diese Erkenntnis ausgerechnet jetzt kam, konnte er sich auch nicht ganz erklären, vielleicht hatte Joshs beidseitige Rückkehr an der Stelle doch mehr ausgelöst als er sich ins Bewusstsein rufen konnte. Was auch immer es war, Ronan stand jetzt hier, vor diesem Pub, und begegnete seinem Bruder an dem Ort, der ihm wohl am Heiligsten war.<br />
<br />
Es war nicht seine gewohnte Umgebung, trotzdem bildete sich Ronan ein, in diesem Laden nicht hervorzustechen wie ein Pinguin in der Wüste, bei dem sich niemand ganz sicher war, wie er dort hingekommen war und wie man ihn möglich unauffällig wieder loswurde — aber immerhin war Ronan auch Ire gewesen, bevor er Pastor geworden war.<br />
Suchen musste er seinen Bruder immerhin nicht und so blieb ihm nichts anderes, als die letzten Meter zur Theke zu überbrücken und sich mit einem gedeckten Lächeln über einen Barhocker zu schieben, der ruckelte, sobald er das Gewicht verlagerte. <b>"Scheuchst du mich fluchend aus dem Laden, wenn ich dich nach einem Glas Spätburgunder frage?"</b>, fragte er, die Mundwinkel schief gekräuselt. <B>"Ein Guinness, bitte."</b> Ronan legte seine Hände auf der Bar ab, streifte sogleich einen klebrigen Fleck und zog sie unzufrieden zurück zu sich, hängend an seinem Körper als hätte man ihm nicht ganz beigebracht, wie man sich hier zu verhalten hatte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Es hätte alles anders laufen sollen, in den letzten Wochen. Das war eine Erkenntnis, die nur zu spät kommen konnte, das setzte sie voraus und trotzdem verzichtete sie in den seltensten Fällen auf den begleitenden Vorwurf, man hätte es anders machen müssen, man hätte es besser gewusst. Doch Ronan war zu sehr in sein eigenes Leben verstrickt gewesen, hatte sich mit Theo rumgeschlagen, seinem (nicht mehr ganz so) neuen Kollegen, den Ostervorbereitungen; hatte viele Gründe gefunden, sich nicht mit Josh herumschlagen zu müssen, der ihm immerhin beim gemeinsamen Osterfrühstück bei ihren Eltern gleichermaßen wenig zu sagen hatte als noch vor zehn Jahren. Möglicherweise hätte er sich mehr bemühen müssen, als der Bruder, der sein Leben geregelt hatte, und doch wusste Ronan ebenso, dass es vermutlich nichts geändert hatte. Der bloße Wille würde sie in diesem Leben nicht mehr zueinander führen — und selbst an dem scheiterte es von Seiten seines Halbbruders. Ein Wunder wäre nötig und dass die geschahen, wusste er als Mann des Glaubens zwar, doch war Ronan zu demütig, um Gottes Hand ausgerechnet in seiner Beziehung zu Josh zu erwarten. Er hatte ihn in seine Gebete aufgenommen, hatte ihm die Hand entgegengestreckt und die Tür offengehalten, selbst wenn er es in dem Wissen getan hatte, dass Josh seine Schwelle nicht passieren würde. Die Konfrontation mit Pat vor einigen Wochen hatte die Gewissheit vertieft, dass es auch bei ihm nicht anders sein würde. <br />
<br />
Und nun war es dafür auf gewisse Weise zu spät. Die Nachricht ereilte Ronan auf die gleiche Art wie vor sieben Jahren; zwischen Tür und Angel hatte er die aufgelöste Stimme seiner Mutter am Telefon und musste diesmal nicht lange rätseln, um zu wissen, worauf alles hinauslief, bevor sie es aussprach. Das Gefühl in seiner Brust war dennoch dasselbe wie damals in Oscott. Das jähe Ziehen, kaum gedämpft von dem zynischen <i>'Ich habe es doch gewusst'</i>, das niemandem zum Sieger kürte. Josh war zurück im Gefängnis und eigentlich hatte sich nichts verändert, für ihn immerhin nicht, der sich in den wenigen Wochen seiner Rückkehr keine Hoffnungen gemacht hatte, weil es dafür keinen Boden gab. Er hatte sich für ihn gefreut, für die Familie, hatte darüber hinaus aber nicht die Augen davor verschließen können, wie fatal Joshuas Lebensstil für eben diese Menschen und sich selbst sein würde, insbesondere auch für Pat, so viel hatte ihre Meinungsverschiedenheit im März verdeutlicht (Ronan vermied das Wort <i>Streit</i> so vehement, dass er darüber schon die eine oder andere Diskussion hatte führen müssen). Natürlich hatten sie sich darüber nicht ausgesprochen, so wie sie sich auch in der Vergangenheit nie ausgesprochen hatten und diese brillante Familientechnik hatte sich zwar bewährt, sie aber auch beide an genau diesen Ort gebracht, an dem sich zumindest Ronan nicht wohl fühlte. Warum diese Erkenntnis ausgerechnet jetzt kam, konnte er sich auch nicht ganz erklären, vielleicht hatte Joshs beidseitige Rückkehr an der Stelle doch mehr ausgelöst als er sich ins Bewusstsein rufen konnte. Was auch immer es war, Ronan stand jetzt hier, vor diesem Pub, und begegnete seinem Bruder an dem Ort, der ihm wohl am Heiligsten war.<br />
<br />
Es war nicht seine gewohnte Umgebung, trotzdem bildete sich Ronan ein, in diesem Laden nicht hervorzustechen wie ein Pinguin in der Wüste, bei dem sich niemand ganz sicher war, wie er dort hingekommen war und wie man ihn möglich unauffällig wieder loswurde — aber immerhin war Ronan auch Ire gewesen, bevor er Pastor geworden war.<br />
Suchen musste er seinen Bruder immerhin nicht und so blieb ihm nichts anderes, als die letzten Meter zur Theke zu überbrücken und sich mit einem gedeckten Lächeln über einen Barhocker zu schieben, der ruckelte, sobald er das Gewicht verlagerte. <b>"Scheuchst du mich fluchend aus dem Laden, wenn ich dich nach einem Glas Spätburgunder frage?"</b>, fragte er, die Mundwinkel schief gekräuselt. <B>"Ein Guinness, bitte."</b> Ronan legte seine Hände auf der Bar ab, streifte sogleich einen klebrigen Fleck und zog sie unzufrieden zurück zu sich, hängend an seinem Körper als hätte man ihm nicht ganz beigebracht, wie man sich hier zu verhalten hatte.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[long afloat on shipless oceans]]></title>
			<link>https://www.losttheplot.de/showthread.php?tid=2666</link>
			<pubDate>Fri, 03 Apr 2026 22:50:37 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.losttheplot.de/member.php?action=profile&uid=474">Theodore Jagan</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.losttheplot.de/showthread.php?tid=2666</guid>
			<description><![CDATA[Theo öffnete die Augen. Für einen Moment fühlte es sich so an, als hätte er seine Erinnerung verloren, als wüsste er nicht mehr, wo er war, und wer er war. Die dumpfe Musik drang durch die Tür, drückte fast schmerzhaft gegen sein Trommelfell. Ihm war kalt. Ihm war schlecht. Der Raucherraum kam ihm schließlich doch bekannt vor, und seine eigenen Knie auch. Die nackten Betonwände, auf die jeder Mensch und seine Oma irgendwas geklebt oder gescribbelt oder geschrieben hatte – der dichte Rauch, der unter der Decke hing. Er fuhr sich mit der Hand über die nassgeschwitzte Stirn, und konnte sich selbst riechen, was weird war, weil das E normalerweise dafür sorgte, dass sich der Geruch erst mit der Nüchternheit wieder meldete. Sein Herz hämmerte im Hals, direkt gegen seinen Adamsapfel, und seine Hand landete in einem feuchten Fleck auf der Bank neben ihm – das bisschen Sperma. Sein Hosenstall war geöffnet, und er schloss ihn mit zittrigen Fingern wieder. Eigentlich gab es keinen Grund für den erhöhten Puls, wollte er denken, weil so weit, so normal, aber ihm war übel und schwindelig, und er fühlte sich seltsam fremd im eigenen Körper. <br />
<br />
Zu viel genommen, eventuell. Komisch gemischt, oder einen falschen Moment erwischt. Die zweite Runde Pulver hätte nicht sein müssen, oder alles, was danach gekommen war – wenn was danach gekommen war. Ihm knickten kurz die Knie weg, als er stand, und schaffte es vor die Kloschüssel, ehe er einen Schwall Magensäure erbrach. Dass er sich nicht dran erinnern konnte, wann er das letzte Mal gegessen hatte, schob Theo auf seine aktuellen Erinnerungslücken, während er sich halb an die Keramikschüssel klammerte, als würde die dafür sorgen, dass der Boden ihn nicht schluckte. Durch’s Kotzen wurde ihm noch schlechter, er hatte das als Kind schon gehasst (deswegen auch keine Bulimie entwickelt, wollte er manchmal traurig denken, weil die bestimmt Sachen vereinfachen würde) – also blieb er einfach da. Weil er die Kabinentür nicht geschlossen hatte, wollte ein Typ rein – als wär’s ne Aufforderung, dass Theo eh schon kniete. „Junge, verpiss dich!“, sagte er aus der Kloschüssel heraus und erkannte seine Stimme so wenig, dass er zuerst dachte, jemand anderes würde sprechen. <br />
<br />
Okay, langsam bekam er doch Stress. So’n richtiger Schauder im Nacken, als würd sich ne Faust da festklammern, und er packte sich mit der Spermahand dahin, aber nein, niemand hatte nach ihm gegriffen. Der Blick in den Spiegel über dem Wasserhahn machte ihn nur noch paranoider. Hatte sich sein Kopf grad gedreht, wer war dieser Mensch im Spiegel, wieso veränderte sich sein Gesicht bis ins Unkenntliche. Alles waberte. Als würde der ganze Raum pulsieren, aber nicht auf die nice Art. Eher wie so’n Lebewesen, und die Wände waren--- „Ah“, sagte er erstaunlich ruhig und war schließlich kein Anfänger, was schlechte Trips anging, aber bevor er das Risiko einging, von seinem bösen Zwilling in den Spiegel gezogen zu werden, verließ er doch hastig die Toiletten. Er dachte nicht dran, Ronan anzurufen. Ronan war sowieso am Schlafen, und Ronan war kein warmer Mensch. Er brauchte einen warmen Menschen: Ihm fiel nur ein Einziger ein. Zahi hob fast sofort ab und Theo hätte beinahe das Handy fallen gelassen. „Wenn wir jetzt losfahren, um wie viel Uhr wären wir in Paris?“, fragte er fahrig und kapierte selbst nicht, was er damit wollte. Er sah sich grad nirgends, aber vielleicht wollte er Zahi nur gegen die Panik reden hören.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Theo öffnete die Augen. Für einen Moment fühlte es sich so an, als hätte er seine Erinnerung verloren, als wüsste er nicht mehr, wo er war, und wer er war. Die dumpfe Musik drang durch die Tür, drückte fast schmerzhaft gegen sein Trommelfell. Ihm war kalt. Ihm war schlecht. Der Raucherraum kam ihm schließlich doch bekannt vor, und seine eigenen Knie auch. Die nackten Betonwände, auf die jeder Mensch und seine Oma irgendwas geklebt oder gescribbelt oder geschrieben hatte – der dichte Rauch, der unter der Decke hing. Er fuhr sich mit der Hand über die nassgeschwitzte Stirn, und konnte sich selbst riechen, was weird war, weil das E normalerweise dafür sorgte, dass sich der Geruch erst mit der Nüchternheit wieder meldete. Sein Herz hämmerte im Hals, direkt gegen seinen Adamsapfel, und seine Hand landete in einem feuchten Fleck auf der Bank neben ihm – das bisschen Sperma. Sein Hosenstall war geöffnet, und er schloss ihn mit zittrigen Fingern wieder. Eigentlich gab es keinen Grund für den erhöhten Puls, wollte er denken, weil so weit, so normal, aber ihm war übel und schwindelig, und er fühlte sich seltsam fremd im eigenen Körper. <br />
<br />
Zu viel genommen, eventuell. Komisch gemischt, oder einen falschen Moment erwischt. Die zweite Runde Pulver hätte nicht sein müssen, oder alles, was danach gekommen war – wenn was danach gekommen war. Ihm knickten kurz die Knie weg, als er stand, und schaffte es vor die Kloschüssel, ehe er einen Schwall Magensäure erbrach. Dass er sich nicht dran erinnern konnte, wann er das letzte Mal gegessen hatte, schob Theo auf seine aktuellen Erinnerungslücken, während er sich halb an die Keramikschüssel klammerte, als würde die dafür sorgen, dass der Boden ihn nicht schluckte. Durch’s Kotzen wurde ihm noch schlechter, er hatte das als Kind schon gehasst (deswegen auch keine Bulimie entwickelt, wollte er manchmal traurig denken, weil die bestimmt Sachen vereinfachen würde) – also blieb er einfach da. Weil er die Kabinentür nicht geschlossen hatte, wollte ein Typ rein – als wär’s ne Aufforderung, dass Theo eh schon kniete. „Junge, verpiss dich!“, sagte er aus der Kloschüssel heraus und erkannte seine Stimme so wenig, dass er zuerst dachte, jemand anderes würde sprechen. <br />
<br />
Okay, langsam bekam er doch Stress. So’n richtiger Schauder im Nacken, als würd sich ne Faust da festklammern, und er packte sich mit der Spermahand dahin, aber nein, niemand hatte nach ihm gegriffen. Der Blick in den Spiegel über dem Wasserhahn machte ihn nur noch paranoider. Hatte sich sein Kopf grad gedreht, wer war dieser Mensch im Spiegel, wieso veränderte sich sein Gesicht bis ins Unkenntliche. Alles waberte. Als würde der ganze Raum pulsieren, aber nicht auf die nice Art. Eher wie so’n Lebewesen, und die Wände waren--- „Ah“, sagte er erstaunlich ruhig und war schließlich kein Anfänger, was schlechte Trips anging, aber bevor er das Risiko einging, von seinem bösen Zwilling in den Spiegel gezogen zu werden, verließ er doch hastig die Toiletten. Er dachte nicht dran, Ronan anzurufen. Ronan war sowieso am Schlafen, und Ronan war kein warmer Mensch. Er brauchte einen warmen Menschen: Ihm fiel nur ein Einziger ein. Zahi hob fast sofort ab und Theo hätte beinahe das Handy fallen gelassen. „Wenn wir jetzt losfahren, um wie viel Uhr wären wir in Paris?“, fragte er fahrig und kapierte selbst nicht, was er damit wollte. Er sah sich grad nirgends, aber vielleicht wollte er Zahi nur gegen die Panik reden hören.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[I was having visions of Ten million ways to die]]></title>
			<link>https://www.losttheplot.de/showthread.php?tid=2484</link>
			<pubDate>Thu, 22 Aug 2024 00:20:07 +0200</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://www.losttheplot.de/member.php?action=profile&uid=516">Joon-Ho Moon</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://www.losttheplot.de/showthread.php?tid=2484</guid>
			<description><![CDATA[Auch nicht verwunderlich, dass bei Joon dieses <i>‘Ich kenne alle Bars in Manchester‘</i> hängengeblieben war mit der netten Stimme allerdings dazu – bei ihm musste man echt aufpassen, was man sagte, der hatte ein Gedächtnis wie so ein Esel(?). Er hatte echt so schöne Hemden im Schrank hängen, aber zum Glück hatte er sich nach langer Diskussion mit Tama für einen weichen Pullover mit nicht zu aufregendem Print (für den Anfang) entschieden, weil er sonst auf dem Weg in die Stadt schon erfroren wäre. Das Fahrrad hatte er Zuhause stehen lassen, weil er schon vorhatte, gegen die Nervosität zwei bis drei Drinks zu sich zu nehmen und ja vor allem aus Mitgefühl mit den Kolleg*innen drauf verzichtete, angetrunken nach Hause fahren zu wollen. Außerdem konnte er sorum geschlagene vierzig Minuten nervös in der Bahn sitzen und sein Kinn in der Hand abstützen, um aus dem Fenster zu gucken, bis ihm auffiel, dass er davon dann so rote Abdrücke bekam (vom Kinn in der Hand, nicht dem Fenster), und <i>wie dem auch sei</i> war er eben fünfzehn Minuten zu früh da. Und ließ sich einen Tisch am Fenster zuweisen, zur Straße hin, da hatte er auch den Eingang im Blick und dachte mit Herzklopfen drüber nach, ob er nicht vielleicht schon mal einen Drink—ah neh, was hatte er den ganzen Tag vergessen? Baz antworten mit seiner Nummer usw., das hatte er aus gespielter Coolness gestern noch so stehen gelassen und jetzt tippte er wenigstens kurz: <i>‘Bin am zweiten Tisch zur Tür rein rechts (:‘</i>. Und konnte jetzt offiziell nicht mehr fliehen oder sich totstellen, na fantastisch. <br />
<br />
Ein kleines Bier bestellte er bei der Kellnerin, die seinen nervösen Blick mit einem Lächeln erwiderte, na sogar die wusste, was los war. Er legte das Handy vor sich auf den Tisch und guckte aus dem Fenster, wobei er sich grad noch so vom Nägelkauen abhalten konnte, zum Glück, weil da ziemlich pünktlich Baz die Straße runterkam. Oah schlimm, wie gut der aussah, fiel’s ihm wieder ein und Joon rückte sich kurz die Brille zurecht, ehe er’s mit einem Lächeln versuchte. Und natürlich doof die Hand kurz hob zu einem kleinen Winken, als der reinkam, als hätte Baz ihn nicht eh schon von draußen gesehen. Eine halbe Sekunde zögerte er, ob er aufstehen sollte oder nicht, aber Joon war ein <i>Hugger</i>, das war ein reiner Reflex, den er erst Recht nicht bei so einem schönen Menschen ablegen würde – außerdem hatte er schon einen winzigen Schluck von seinem Bier getrunken in den zwei Sekunden außer Sichtweite, hah. Also erhob er sich und bot ihm so eine halbe Umarmung an, wie wenn man sich mit Freunden traf, weil sie kannten sich ja offiziell schon, also ein bisschen komisch war’s eventuell doch. „Hi“, sagte er und grinste fast gar nicht überfordert, als er sich wieder auf seinen Stuhl sinken ließ. „Sorry, ich bin notorisch immer bisschen früher da“, deutete er auf das Bier vor sich und räusperte sich knapp auf halbem Weg zum leisen Lachen. „Ja verrückt, dass das hier geklappt hat“, meinte er dann aber ganz wirklich und guckte Baz zum ersten Mal richtig an, also kurz, weil wie zur Hölle hatte er sich das hier eigentlich vorgestellt?!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Auch nicht verwunderlich, dass bei Joon dieses <i>‘Ich kenne alle Bars in Manchester‘</i> hängengeblieben war mit der netten Stimme allerdings dazu – bei ihm musste man echt aufpassen, was man sagte, der hatte ein Gedächtnis wie so ein Esel(?). Er hatte echt so schöne Hemden im Schrank hängen, aber zum Glück hatte er sich nach langer Diskussion mit Tama für einen weichen Pullover mit nicht zu aufregendem Print (für den Anfang) entschieden, weil er sonst auf dem Weg in die Stadt schon erfroren wäre. Das Fahrrad hatte er Zuhause stehen lassen, weil er schon vorhatte, gegen die Nervosität zwei bis drei Drinks zu sich zu nehmen und ja vor allem aus Mitgefühl mit den Kolleg*innen drauf verzichtete, angetrunken nach Hause fahren zu wollen. Außerdem konnte er sorum geschlagene vierzig Minuten nervös in der Bahn sitzen und sein Kinn in der Hand abstützen, um aus dem Fenster zu gucken, bis ihm auffiel, dass er davon dann so rote Abdrücke bekam (vom Kinn in der Hand, nicht dem Fenster), und <i>wie dem auch sei</i> war er eben fünfzehn Minuten zu früh da. Und ließ sich einen Tisch am Fenster zuweisen, zur Straße hin, da hatte er auch den Eingang im Blick und dachte mit Herzklopfen drüber nach, ob er nicht vielleicht schon mal einen Drink—ah neh, was hatte er den ganzen Tag vergessen? Baz antworten mit seiner Nummer usw., das hatte er aus gespielter Coolness gestern noch so stehen gelassen und jetzt tippte er wenigstens kurz: <i>‘Bin am zweiten Tisch zur Tür rein rechts (:‘</i>. Und konnte jetzt offiziell nicht mehr fliehen oder sich totstellen, na fantastisch. <br />
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Ein kleines Bier bestellte er bei der Kellnerin, die seinen nervösen Blick mit einem Lächeln erwiderte, na sogar die wusste, was los war. Er legte das Handy vor sich auf den Tisch und guckte aus dem Fenster, wobei er sich grad noch so vom Nägelkauen abhalten konnte, zum Glück, weil da ziemlich pünktlich Baz die Straße runterkam. Oah schlimm, wie gut der aussah, fiel’s ihm wieder ein und Joon rückte sich kurz die Brille zurecht, ehe er’s mit einem Lächeln versuchte. Und natürlich doof die Hand kurz hob zu einem kleinen Winken, als der reinkam, als hätte Baz ihn nicht eh schon von draußen gesehen. Eine halbe Sekunde zögerte er, ob er aufstehen sollte oder nicht, aber Joon war ein <i>Hugger</i>, das war ein reiner Reflex, den er erst Recht nicht bei so einem schönen Menschen ablegen würde – außerdem hatte er schon einen winzigen Schluck von seinem Bier getrunken in den zwei Sekunden außer Sichtweite, hah. Also erhob er sich und bot ihm so eine halbe Umarmung an, wie wenn man sich mit Freunden traf, weil sie kannten sich ja offiziell schon, also ein bisschen komisch war’s eventuell doch. „Hi“, sagte er und grinste fast gar nicht überfordert, als er sich wieder auf seinen Stuhl sinken ließ. „Sorry, ich bin notorisch immer bisschen früher da“, deutete er auf das Bier vor sich und räusperte sich knapp auf halbem Weg zum leisen Lachen. „Ja verrückt, dass das hier geklappt hat“, meinte er dann aber ganz wirklich und guckte Baz zum ersten Mal richtig an, also kurz, weil wie zur Hölle hatte er sich das hier eigentlich vorgestellt?!]]></content:encoded>
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